Kaum Zivilschutzpatrouillen im Aargau unterwegs

Im Herbst schlug die Aargauer Regierung vor, im Kampf gegen die Kriminalität auch Zivilschutzpatrouillen einzusetzen. Im Dezember hätten die ersten Zivilschützer unterwegs sein sollen. Nun zeigt sich, dass kaum Interesse an solchen Einsätzen besteht.

Im vergangenen Jahr erklärte die Regierung, dass Gemeinden Zivilschutzpatrouillen aufbieten dürfen. Nun macht jedoch niemand mit. Einzig eine Zivilschutzorganisation im Wynental macht solche Einsätze - sie tut dies jedoch schon seit Jahren.

Idee wurde stark kritisiert

Der Vorschlag der Aargauer Regierung wurde weitherum kritisiert. «Der Zivilschutz ist nicht für solche Aufgaben da», hiess es beim schweizerischen Zivilschutzverband. Auch bei Aargauer Zivilschutzorganisationen wurde Kritik laut.

Eine Zivilschutzjacke hängt einsam an einer Wand

Bildlegende: Kaum jemand will Zivilschutzpatrouillen gegen Kriminelle machen. Keystone

Nur dank Crime Stop

Dass bisher noch keine Zivilschutzorganisationen mitmachen, könnte auch einen anderen Grund haben, sagt Balz Bruder vom Departement für Gesundheit und Soziales. «Es zeigt sich, dass die Sicherheitslage offenbar gut genug ist, dass es keine solchen Einsätze braucht», erklärte er weiter. Die Polizei hat die Lage also offenbar im Griff, auch ohne den Zivilschutz.