Kein Interesse an Gripen-Gegengeschäften im Aargau

Die Aargauische Industrie- und Handelskammer AIHK hat einen Informationsanlass über Gegengeschäfte nach dem Kauf des Kampfjets Gripen abgesagt. Es habe sich kaum jemand angemeldet, erklärt die AIHK. Bei den Gegengeschäften wäre es nicht um militärische Produkte gegangen.

Ein Saab Gripen während des Flugs mit ausgefahrenem Fahrwerk

Bildlegende: Der Saab Gripen könnte Aargauer Firmen Gegengeschäfte bescheren. Keystone

Wenn die Schweiz den Kampfjet Gripen kauft, will der schwedische Saab-Konzern für rund 300 Millionen Franken Waren in der Schweiz kaufen. Bei diesen Gegengeschäften geht es nicht um militärische Produkte, sondern in erster Linie um industrielle Güter.

Kein Interesse

Die Aargauische Industrie- und Handelskammer wollte am Dienstagabend über diese Gegengeschäfte informieren und aufzeigen, wie die Aargauer Wirtschaft davon profitieren könnte. «Leider hat sich kaum jemand für den Anlass angemeldet - wir haben ihn deshalb abgesagt», erklärten die Verantwortlichen der AHIK.

Franke interessiert

Die Firma Franke Industrie AG ist auf Anfrage des Regionaljournals Aargau Solothurn enttäuscht über diese Absage. «Für uns ist es wesentlich, dass sich eine Firma wie Saab in unserem Wirtschaftsraum engagiert. Da muss man sich als Firma zeigen», sagt Franke Verkaufsleiter Paul Würsch. Die Franke Industrie AG plant nun selber einen Informationsabend zu den Gripen-Gegengeschäften.