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KESD Region Brugg Windisch bleibt vorerst dabei

Der Einwohnerrat sprach sich am Mittwochabend gegen einen Austritt aus dem Verband KESD Region Brugg aus. Der Gemeinderat hatte diesen Austritt vorgeschlagen. Die KESD arbeite schlecht.

Der Einwohnerrat von Windisch hat den Austritt aus dem Verband Kindes- und Erwachsenenschutzdienst (KESD) Region Brugg abgelehnt. Der Entscheid viel nach einer langen und intensiven Diskussion mit 21 zu 14 Stimmen in einer geheimen Abstimmung.

Im Rat wurde argumentiert, dass man dem Verband die Chance geben wolle, eigene Lösungen zu finden. Ein Austritt in der gegenwärtigen angespannten Situation sei ein schlechtes Zeichen für die Region.

Anders als der Einwohnerrat hatte der Gemeinderat von Windisch den Austritt aus der KESD vorgeschlagen. Obwohl Windisch 2016 dem Verband KESD Region Brugg beigetreten ist, habe die Gemeindeverwaltung noch immer viel Aufwand, wenn es um die Organisation von Beiständen oder um die Fremdplatzierung von Kindern geht.

Das sagt Heidi Ammon, Frau Gemeindeammann von Windisch. Sie ist mit der Arbeit des KESD Region Brugg überhaupt nicht zufrieden. Die Menschen würden nicht betreut, sondern verwaltet, sagt Heidi Ammon.

Wir erfahren das neue Amt als eine Behörde, die vor allem gewinnorientiert ist.
Autor: Heidi AmmonGemeindeammann Windisch

Aus diesen Gründen hatte der Gemeinderat dem Einwohnerrat den Austritt aus dem Verband beantragt. Finanziell würde ein Austritt für Windisch laut Ammon nicht teurer als die Zusammenarbeit im Verband, da - wegen der schlechten Arbeit des Verbands - die Gemeindeverwaltung ja immer noch Aufgaben erledigen müsse, die eigentlich der Verband erledigen müsste.

Verband hat kein Verständnis für Kritik

Diese Kritik lässt KESD-Verbandspräsident Reto Wettstein nicht auf sich sitzen. Ja, am Anfang habe es viele Fluktuationen gegeben und ja, damals sei nicht alles rund gelaufen. Aber mittlerweile leiste der Verband gute Arbeit.

Wir können die Kritik aus Windisch nicht nachvollziehen
Autor: Reto WettsteinPräsident KESD Region Brugg

Wenn Windisch aus dem Verband austreten würde, wäre dies ein falsches Signal für die ganze Region, findet Wettstein. «Es würde heissen, dass man Lösungen nicht gemeinsam, sondern alleine sucht. Das widerstrebt eigentlich den regionalen Bemühungen für mehr Zusammenarbeit.» Schliesslich seien alle 25 Gemeinden des Bezirks Brugg im Verband mit dabei.

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1 Kommentar

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  • Kommentar von Rolf Bolliger (rolf.bolliger@quickline.ch)
    Die KESD ist und bleibt eine Abteilung unserer aufgeblähten Sozial-Industrie, die oft nur auf Gewinn und nicht um die Sorgen der betroffenen Menschen und deren Angehörigen aus geht und handelt! Die Sozialarbeiter(innen) bei den KESD-Stellen sind weit weg von den Betroffenen und handeln einfach nach Reglement und Sturheit! Sie kennen die "Fälle" nur aus der Ferne, im Gegensatz zu den Mitarbeiter(innen) in der betreffenden Gemeinden! Darum handelt Windisch richtig und tritt aus dem KESD aus!
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