Kindergärtnerinnen zu finden, ist im Aargau schwierig

Viele Aargauer Schulen planen zurzeit das neue Schuljahr. Sicher ist, dass nicht alle Kinder nach den Sommerferien von einer ausgebildeten Lehrperson unterrichtet werden. Insbesondere bei den Kindergärten ist die Lage angespannt.

Kindergärtnerin an der Arbeit.

Bildlegende: Die Stellensituation bei den Kindergarten- und Primarlehrpersonen ist angespannt. Keystone

Im laufenden Schuljahr sind gut 6 Prozent der Lehrerstellen nicht richtig besetzt. Laut dem Aargauischen Lehrerverband soll die Zahl aber höher sein. Es unterrichten also Lehrpersonen, die nicht über das entsprechende Diplom verfügen oder gar keine pädagogische Ausbildung haben. Dies betrifft neben der Primarschule vor allem den Kindergarten.

Es sei sehr schwierig, da sich kaum ausgebildete Kindergärtnerinnen auf die ausgeschriebenen Stellen melden, erklärt Kathrin Scholl vom Aargauischen Lehrerverband. Deshalb müssten Schulleitungen und Schulpflegen auch auf Personen zurückgreifen, die keine entsprechende Ausbildung haben.

Für diese Personen fordert der Lehrerverband Unterstützung in Form eines Coachings. Der Kanton müsse klare Rahmenbedingungen schaffen und sicherstellen, dass diese Personen auch unterstützt werden, denn die Schule vor Ort habe zu wenig Möglichkeiten.

Kanton schiebt Verantwortung ab

Vonseiten des Kantons sind Lehrpersonen ohne entsprechende Ausbildung kein Problem. Christian Aeberli vom Bildungsdepartement betont, dass es Aufgabe der Schulen sei, entsprechend qualifiziertes Personal anzustellen und die Qualität des Unterrichts zu überprüfen.