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Aargau Solothurn Klaus Ammann: «Alpiq und Axpo werden herausgefordert»

Er ist Wirtschaftsredaktor bei Radio SRF und hat in dieser Funktion ein Auge auf die Energiewirtschaft. Klaus Ammann beobachtet unter anderem den Oltner Stromkonzern Alpiq. Dieser meldet Jahr für Jahr schlechte Zahlen. Aber auch das Badener Pendant zur Alpiq, die Axpo, leidet unter der Energiewende.

Bild von Klaus Ammann
Legende: Klaus Ammann ist Wirtschafts- und Energieexperte bei Radio SRF. SRF

Wie lange laufen die Atomkraftwerke noch? Wo kann man die Wasserkraftwerke ausbauen? Wenn ja, wo? In der Schweiz oder im Ausland? Kann man in der Schweiz überhaupt neue thermische Kraftwerke bauen oder ist der Widerstand zu gross?

Strompreis ist gesunken

Jasmin Staiblin beim Interview
Legende: Die neue Alpiq-Chefin Jasmin Staiblin musste an der Bilanzmedienkonferenz am 12. März 2013 viele Interviews geben. SRF

In den Chefetagen von Axpo und Alpiq und werden diese Fragen Tag und Nacht diskutiert. Die Antworten kennt niemand, zu unsicher ist momentan das Umfeld.

Auch Klaus Ammann, Wirtschafts- und Energieesperte von Radio SRF, kennt die Antworten nicht. Aber dafür die Gründe für die Krise: «Allen Energieproduzenten geht es schlecht, die Preise für Strom sind tief, die Margen schlecht.»

Die Alpiq sollte jetzt eigentlich in neue Technologien investieren. Nur: Das Geld fehlt, die Alpiq hat einen grossen Schuldenberg. Um diesen abzubauen, hat sie diverse Beteiligungen und Anlagen abgestossen. Doch die Erlöse waren nicht so hoch wie erwartet. Momentan will fast niemand in Europa alte Kraftwerke kaufen.

Was bringt noch Geld?

Es ist die viel beschworene «Energiewende», die die Energiekonzerne aus dem Tritt gebracht hat. Axpo und Alpiq haben beide zum Beispiel riesige Pumpspeicher-Kraftwerke im Bau.

«Als man sie plante, dachte man, es seien Goldesel, weil sie in Spitzenzeiten Strom liefern können», sagt Klaus Ammann. «Aber

unterdessen gibt es auch über Mittag sehr viel Strom, dieses Geschäft ist völlig zusammengebrochen.»

Axpo und Alpiq sind grosse Energieproduzenten, ihre Standbeine waren Kernkraftwerke und Wasserkraftwerke. «Die Grossen werden jetzt aber herausgefordert durch kleine Produzenten, die sich schneller auf die Energiewende einstellen können», stellt Klaus Ammann fest.

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2 Kommentare

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  • Kommentar von Urs Löpfe, Dallenwil
    Sehr geehrter Herr Ammann Es wäre schön, wenn sie über die neuen Innovativen Unternehmen, die im Effizienzbereich arbeiten berichten würden. Es würden einige wenige Korrekturen an den Rahmenbedingungen genügen. Wer durch Effizienz im Winter Strom spart erhält keine KEV Gelder, wer aber im Sommer Strom produziert, den niemand braucht erhält KEV Gelder ja beabsichtigt diese Subventionen sogar noch zu erhöhen.
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  • Kommentar von figu, murten
    Und wieso gibt es auch über Mittag sehr viel Strom? Weil die CH Kraftwerksbetreiber immer noch glauben, sie könnten sich ewig gegen erneuerbare Energie stemmen. Da haben sie die Rechnung ohne die Deutschen gemacht. Letztere mussten schon vor 15 Jahren in einen echten Konkurrenzmarkt eintreten und damit schlank werden. Und in Deutschland gibt es einen Riesentrend zu Solarstrom; und nun gibt es halt am Mittag mehr als genug Solarstrom in den EU-Netzen. Die CH-Kraftwerksbetreiber haben geschlafen...
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