Kloster Wettingen doch nicht zu Museum Aargau?

Das Aargauer Kantonsparlament hat der Regierung den Auftrag erteilt, dass Kloster Wettingen in den Verbund Museum Aargau zu integrieren. In diesem Verbund sind unter anderem die Schlösser Lenzburg und Hallwyl zusammengeschlossen. Ob das Kloster Wettingen nun auch dazu stösst, ist aber ungewiss.

Kloster von aussen

Bildlegende: Das Kloster Wettingen zu betreiben ist nicht günstig. Es wird wahrscheinlich doch nicht dem Museumsverbund angegliedert. Wikimedia Commons/Badener

Der Kanton Aargau kümmert sich besonders um sechs historische Orte. Dabei handelt es sich um die Schlösser Lenzburg, Hallwyl, Wildegg und Habsburg, sowie das Kloster Königsfelden und den Legionärspfad Vindonissa. Neu sollte auch das Kloster Wettingen dazu gehören.

Einen entsprechenden Vorstoss hatte der Wettinger Gemeindeammann und Grossrat Markus Dieth vor einem Jahr im Kantonsparlament eingereicht. Das Parlament stimmte dem Vorstoss zu. Auch die Regierung zeigte sich im September begeistert. Inzwischen ist die Situation allerdings anders.

Teurer Museums-Betrieb

Weitere Abklärungen hätten gezeigt, dass die Finanzierung unsicher sei, erklärte die Sprecherin des Departements für Bildung, Kultur und Sport, Irène Richner, gegenüber Radio SRF. Das Departement rechnet mit Baukosten von rund einer halben Million Franken. Der Betrieb selbst würde zwischen 250‘000 und 350‘000 Franken pro Jahr kosten.

Ob das Kloster Wettingen trotzdem in das Museum Aargau integriert wird oder nicht, entscheidet die Kantonsregierung im Herbst. Das letzte Wort hat auf jeden Fall das Parlament.