Kommission untersucht nun «Fall Wasserrohre Oensingen»

Der Streit um Wasserrohre in Oensingen geht in eine weitere Runde. Eigentlich hätte der Gemeinderat am Montag über den Fall beraten wollen. Nun muss er sich gedulden. Die Geschäftsprüfungskommission untersucht den Fall und die Submissionsregelung der Gemeinde. Die Strassensanierung verzögert sich.

Wasserrohr

Bildlegende: Die Lieferung von Wasserrohren gibt in Oensingen weiterhin zu reden. Nun untersucht die GPK den Fall. Keystone

Die Auftragsvergabe für die Lieferung von Wasserrohren für eine Strassensanierung löste den Streit Mitte September aus. Der Gemeinderat Oensingen erteilte einem Deutschen Wasserohr-Hersteller den Auftrag. Das passte der ortsansässigen Firma von Roll nicht. Diese produziert unter anderem genau solche Wasserrohre.

Der Verwaltungsratspräsident der von Roll sprach von Schikane, der Gemeinderat Oensingen hingegen sprach von haltlosen Vorwürfen. Die ausserordentliche Gemeindeversammlung jedenfalls lehnte den Kredit für die Strassensanierung dann ab. Unglücklicherweise hatten die Arbeiten aber schon begonnen.

Geduld ist gefragt

Nun muss sich der Gemeinderat noch gedulden bis die Geschäftsprüfungskommission GPK ihren Bericht vorlegt. Diese untersucht den Fall nun. Die Ergebnisse sollten bis am 9. Dezember, dem Datum der Budgetgemeinde-Versammlung vorliegen, hofft Nino Tonsa, Präsident der GPK. Oensingen ist eine der wenigen Gemeinden ohne Parlament, die eine solche Kommission hat, bestätigt Tonsa auf Anfrage.

Die Fortsetzung der Bauarbeiten für die Strassensanierung lässt also weiterhin auf sich warten. Das bestätigt auch Pascal Estermann, Stabschef des Oensinger Gemeinderates. Der Terminplan sei sportlich, allenfalls habe man erst im März einen gültigen Kredit für die Strassensanierung, rechnet Estermann.

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