Konzession für Kraftwerk Aarau ist definitiv

Die IBAarau dürfen noch mindestens 70 Jahre lang Strom machen mit ihrem Kraftwerk an der Aare. Das hat der Kantonsrat Solothurn am Mittwoch entschieden. Zuständig ist er in dieser Angelegenheit, weil die Staustrecke zum grössten Teil auf Solothurner Kantonsgebiet liegt.

Kraftwerk Aarau, Wassereinlauf

Bildlegende: Das Kraftwerk Aarau läuft mindestens noch weitere 70 Jahre. Es macht nach dem Ausbau Strom für 30'000 Haushalte. SRF

Einige wenige Kantonsräte hätten die Konzession lieber nicht vergeben, bzw. dem Kanton Solothurn selber übertragen wollen. Damit wäre der so genannte «Heimfall» eingetreten. Ihr Argument: Wenn der Kanton selber Strom produziert, könne er einen Beitrag zur Versorgungssicherheit leisten.

Wäre die Konzession verweigert worden, hätte der Kanton Solothurn die bisherige Betreiberin, also die IBAarau, entschädigen müssen. Dies war denn auch das Hauptargument des Regierungsrates gegen den Heimfall.

Dass die Konzession verlängert wird, hatte sich schon länger abgezeichnet. Die Regierungen der Kantone Aargau und Solothurn hatten der IBAaarau schon vor Jahren signalisiert, dass sie die Konzession behalten könne. Die Betreiberin will das Werk nämlich für 170 Millionen Franken ausbauen.

Ohne Rückendeckung durch die Regierungen hätten die Pläne nicht vorangetrieben werden können. Mit dem definitiven Ja des Kantonsrats hat die IBAarau nund grünes Licht für ihre Ausbaupläne.

Im Aargau ist die Regierung für die Erteilung der Konzession zuständig. Und das hat sie bereits getan. Im Aargau war der Heimfall überhaupt kein Thema.

Bauprojekt Kraftwerk Aarau

Die IBAarau will ihr Kraftwerk für 140 Millionen Franken ausbauen. Es soll leistungsfähiger werden und Strom produzieren für 30'000 Haushalte. Zum Bauprojekt gehören umfangreiche ökologische Ausgleichsmassnahmen.