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Krähenplage in Beinwil am See «Es ist eine verzwickte Lage»

Ausgangslage: Im zentral gelegenen «Häxewäldli» in Beinwil am See gibt es eine Krähenplage. Die Gemeinde hatte vor einem Jahr darauf aufmerksam gemacht. Im «Häxewäldli» habe es rund 40 Nester. Die Anwohner und Spaziergänger würden sich am Lärm und Kot der Krähen stören, hiess es damals. Da die Jäger die Vögel nicht einfach schiessen dürfen, hofften sie auf den Kanton und riefen die Bevölkerung auf, den Kanton mit Beschwerden einzudecken. Der Kanton spielt den Ball aber wieder zurück an die Gemeinde.

Nahaufnahme eine Saatkrähe im Baum
Legende: Imago-Stock (Symboldbild)

Was nun? Die Krähen sind nun im Frühling während der Paarungszeit wieder sehr aktiv. «Es sind sehr viele. Ich glaube so zirka 90 Nester», sagt Jacqueline Widmer, die zuständige Gemeinderätin, auf Anfrage von SRF. Damit wäre die Zahl der Nester im Vergleich zum Vorjahr noch einmal deutlich gestiegen. Mittlerweile habe jemand im Wäldli illegalerweise einige Bäume abgeholzt. Ob dies mit den Krähen zu tun hatte oder nicht, sei unklar. Die Person sei aber vom Kanton verwarnt worden.

Nahaufnahme eines Krähennests im Baum
Legende: Imago-Stock (Symbolbild)

Wie geht es weiter? Die Lage ist laut Gemeinderätin Jacqueline Widmer ziemlich verzwickt. «Es gibt nicht so viele Möglichkeiten. Wir haben einmal einen runden Tisch angedacht, der kam aber nicht zustande.» Die Krähen einfach abzuschiessen oder den Wald abzuholzen komme nicht in Frage. Das Thema sei mittlerweile etwas eingeschlafen, gibt Widmer zu. Es scheint als wäre es der Gemeinde recht, wenn dies auch so bleibt.

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5 Kommentare

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  • Kommentar von Silvan Karrer (Kosmopolit)
    Bin zwar kein Vogel Experte aber es scheint überall mehr Krähen und auch Elstern zu geben! Dafür verschwinden die kleinen, seltenen Vögel! Dieses von den Menschen und ihren Siedlungen verursachte Ungleichgewicht müsste man mit geeigneten Massnahmen wieder hergestellt werden!
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  • Kommentar von Peter Amthauer (Peter.A)
    Was ist das für eine Gemeinde, wenn das ein verzwicktes Problem ist. Wären das Wildschweine , die die Ernte vernichten, wären die Krähen schon längst dezimiert worden. MfG
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  • Kommentar von Thomas Merz (tomthetanker)
    Diese Krähen-Plage ist als Anwohner in der Tat eine PLAGE! Ich mag Vögel sehr - doch diese riesige Krähen-Population ist auch eine Belastung für die anderen Vögel, die Natur und den Menschen. Die Krähen haben keine natürlichen Feinde mehr, vermehren sich rasant und greifen andere Vögel an! Hier gilt es nun dringend zu handeln und nicht einfach den Ball hin und her zu schieben. Der Lärm bei dieser riesigen Population und die verkackte Umgebung sind keine Freude mehr...
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