Kraftwerk Rüchlig Aarau: Mehr «Pfuus» und Platz für die Fische

Der Stromversorger Axpo weiht am Samstag das erneuerte Flusskraftwerk in Aarau ein. Dreieinhalb Jahre dauerte die Bauzeit. Die neue Anlage produziert mehr Energie und ist fischfreundlich.

Fischabstieg Kraftwerk Rüchlig

Bildlegende: Was unspektakulär aussieht, ist eine grosse Neuerung: Der Fischabstieg neben dem Wassereinlauf in die Turbinen. Alex Moser/SRF

120 Millionen Franken hat die Stromversorgerin Axpo ausgegeben für die Erneuerung des Aare-Kraftwerks Rüchlig. Nun produziere es einen Viertel mehr Strom, teilt die Axpo mit. Es komme nun auf jährlich etwa 64 Gigawattstunden Strom. Damit versorge es rund 17'000 Haushalte.

In der Vergangenheit wurden die Aarauer Quartiere Scheibenschachen und Telli wiederholt von Überschwemmungen heimgesucht. Durch die neue Hochwasserentlastung mit zwei Wehrfeldern kann laut Axpo-Mitteilung das Überschwemmungsrisiko für diese Quaritere beträchtlich verringert werden.

Novum: Fischabstieg

Weiter habe man bei der Erneuerung des Kraftwerks ein besonderes Augenmerk gelegt auf die Wanderung der Fische. Zwei neue Fischaufstiege sowie erstmalig auch ein Fischabstieg ermöglichten es Fischen und anderen Wassertieren, den Höhenunterschied der Anlage in beiden Richtungen zu überwinden.

Der Aarauer Fischabstieg ist in seiner Grösse ein Novum in der Schweiz. Die Fische haben damit einen eigenen Kanal und müssen nicht durch die Turbinen. Fischabstiege gibt es heute in der Schweiz kaum, da bisher das Wissen fehlte, wie man solche baut.