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Aargau Solothurn Krim: Die Russen in der Schweiz sind gespalten

Viele Russen in der Schweiz befürworten das Verhalten des Kreml auf der Krim. Andere kritisieren, dass den Ukrainern ein Teil ihres Landes entrissen wurde. Weil russische Produkte derzeit ein schlechtes Image haben, laufen die Geschäfte des Russenshops in Aarau schlecht.

Legende: Video «Gespaltene» Russen in der Schweiz abspielen. Laufzeit 3:25 Minuten.
Aus Schweiz aktuell vom 26.03.2014.

Die Geschäfte im Russenshop im Gaiscenter in Aarau laufen schlecht. Der Umsatzrückgang betrage in den letzten zwei Wochen rund 20 Prozent, sagt Geschäftsinhaber Marcel Helfenstein in der SRF-Sendung «Schweiz aktuell» vom Mittwochabend.

Helfenstein verkauft ausschliesslich russische Lebensmittel und Spirituosen. Die politische Krise könne durchaus der Grund für den Rückgang sein. «Manchmal kommen auch Leute in den Laden, die sich despektierlich über Russland äussern», sagt Helfenstein.

«Krim gehört zu Russland»

Er führt den Laden zusammen mit seiner russischen Frau Marina Rubtsova. Sie hält trotz der Kritik an der politischen Linie ihres Landes fest: «Die Krim ist ein Teil von Russland, und das muss so sein», sagt sie und begrüsst deshalb die Annektierung der Krim-Halbinsel durch Russland von letzter Woche.

Tatsache ist: Die Ukraine, und damit auch die Halbinsel Krim als Teil des Landes, wurde vor 23 Jahren zum zweiten Mal in ihrer Geschichte ein unabhängiger Staat. Zuvor war die Ukraine ein Teil der früheren Sowjetunion.

Kritik an Russland

Alexander Peske dagegen kritisiert diese Haltung, die seiner Meinung nach viele Russen in der Schweiz vertreten. Peske ist Tschetschene und Chefredaktor der Russisch-Schweizerischen Zeitschrift «Russkaja Schweizarija»: «Man kann nicht ausblenden, dass Russland dem Bruderstaat einen Teil des Landes entrissen hat».

1 Kommentar

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  • Kommentar von Juha Stump, Zürich
    Die Krim gehört nicht den Russen, sondern den Skandinaviern, weil die Ostgoten vor ihnen dort waren. Ihr versteht, wie ich es meine: Wenn diese Art von Annexionen Schule macht, kommen auch da noch schwere Zeiten auf uns zu. - Es freut mich, dass es A. Peske, den man einst ausweisen wollte, heute gut geht. Unterdessen soll er ja eingebürgert worden sein. - Ich mag die Russen immer noch, als einer der wenigen Westler habe ich sogar gute Kenntnisse aller drei ostslawischen Sprachen.
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