Kulturvermittler Peter Jeker hat Solothurner Kunstpreis erhalten

Der Solothurner Kunstpreis 2013 geht an Peter Jeker aus Langendorf. Der mit 20'000 Franken dotierte Preis wird dem Zeichenlehrer für seine Kulturvermittlung verliehen. Es gäbe rund 400 Künstler im Kanton Solothurn, die mittels Kunst viel über die Welt erzählen, ist Jeker überzeugt.

Portrait Peter Jeker

Bildlegende: Peter Jeker war fast 40 Jahre lang Zeichenlehrer an der Kantonsschule Solothurn. Nun erhält er den Kunstpreis 2013. zvg

Die Auszeichnung von Kulturschaffenden habe eine jahrzehntelange Tradition, schreibt der Solothurner Regierungsrat. Peter Jeker sei seit vielen Jahren eng mit den Kunstschaffenden im Kanton Solothurn verbunden, als Lehrer, Kunstkenner, und Kulturvermittler, begründet das kantonale Kuratorium die Preisvergabe.

Jeker selbst ist überrascht, dass er den Preis gewinnt. «Ich freue mich, obwohl das Vermitteln von Kunst gewissermassen zu meinem Amtsauftrag als Zeichenlehrer gehörte», relativiert der Kunstkenner aus Langendorf im Gespräch mit dem Regionaljournal Aargau Solothurn von Radio SRF.

Mit Hilfe von Kunst könne man viel über einen Künstler, über seine Formen, Farben, Komposition und den Zeitgeist erfahren, ist Jeker überzeugt. Ohne Künstler selber könnte er als Kunstvermittler auch gar keinen Kunstpreis erhalten, gibt sich der Solothurner bescheiden.

Das Hobby zum Beruf gemacht

Er habe während seiner Tätigkeit als Zeichenlehrer an der KantonsschuleSolothurn Schulklassen und Künstler zusammengebracht. Heute macht er Führungen, begleitet Ausstellungen oder hält Vorträge zum Thema. Genau dies gehört zur Kulturvermittlung, erklärt Jeker gegenüber dem Regionaljournal Aargau Solothurn.

Sein Interesse für Kunst habe sich ideal mit dem Beruf als Zeichenlehrer gedeckt: «Ich habe das private Interesse und den Beruf nicht fein säuberlich getrennt, sondern hatte das Glück beides zu leben», erklärte Jeker im Gespräch. «Deshalb habe ich mich auch verpflichtet gefühlt, mich mit Künstlern, Museen und Galerien im Kanton zu befassen».

Für die Zukunft wünscht sich Peter Jeker, dass Kunst weiterhin an allen Schulstufen vermittelt wird. Zudem sei es wichtig, dass das kantonale Kunstprozent, also fixe Beiträge für Kunst am Bau, beibehalten werde. Diese Kunst gelte es zu pflegen und bei Bedarf zu sanieren. «Kunst am Bau sagt sehr viel über die Zeit aus, in welcher der Bau entstanden ist», begründet Jeker seine Haltung. Zudem sei es schön, wenn jemand sitzen bleibe, das Kunstwerk betrachte, und erkennt, welche Geschichte der Künstler vermitteln will.

Der Solothurner Kunstpreis wurde in einer öffentlichen Übergabefeier am Montag, 18.November 2013 um 18.30 Uhr im Stadttheater in Olten vergeben. Nebst dem Kunstpreis wurden auch diverse Fachpreise vergeben. Total acht Fachpreise gingen an Solothurner Künstler, darunter Annatina Graf (Preis für Malerei), Oskar Fluri (Preis für Bühnenbild) oder auch Liedermacher Ruedi Stuber in der Kategorie Literatur.

Fachpreis für Ruedi Stuber

Ruedi Stuber im Studio Solothurn

Ruedi Stuber im SRF-Studio Solothurn SRF

Seit 40 Jahren macht er Musik, dafür erhält Ruedi Stuber nun einen Literaturpreis; nämlich den Kunst- und Kulturpreis 2013 des Kantons Solothurn, in der Sparte Literatur. Das Interview mit ihm gibt es hier.

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