Kunstturner Simon Nützi hört auf mit dem Spitzensport

Die Achilles-Sehne ist die Achilles-Ferse von Simon Nützi. Sie macht dem 24-jährigen Solothurner zu schaffen. Deshalb hört er auf mit dem Spitzensport. Er sieht dort keine Zukunftsperspektive mehr.

Simon Nètzi am Reck

Bildlegende: Simon Nützi am Reck an einer Teammeisterschaft in Sofia, Bulgarien, am 22. Mai 2014. Keystone

Simon Nützi tritt per sofort aus dem Nationalkader zurück. Und er hört auch gleich auf mit dem Spitzensport. «Wegen mangelnder Zukunftsperspektiven im Kunstturnen hatte ich Motivationsprobleme, die mich zur Umorientierung bewogen», lässt sich Nützi in einer Medienmitteilung des Schweizerischen Turnverbandes zitieren.

Und weiter: «Anhaltende Probleme mit der Achillessehne hindern mich an vollem Training, womit meine Chancen, nochmal in ein Team zu kommen, sehr gering sind.» Simon Nützi war seit 2011 Mitglied des Schweizer Kunstturn-Nationalkaders.

Die wichtigsten Erfolge seiner sportlichen Karriere:

  • 2008: 4. Platz im Reckfinal der Europameisterschaften in Lausanne (noch als Junior)
  • 2013: Teilnahme an der Universiade in Russland
  • 2014: Mitglied des Schweizer Teams an der EM in Sofia (Bul)
  • 2014: Schweizer Meister an den Ringen und Bronze am Pferd
  • 2015: Teilnahme an der Universiade in Gwangju (Südkorea)

Simon Nützi geht nun im Oktober für einen Monat auf Reisen gehen und will anschliessend sein Fernstudium in Wirtschaftswissenschaften fortsetzen. Weiter will er sich eine Praktikumsstelle suchen, um den beruflichen Einstieg zu finden.

«Von meiner Zeit als Spitzensportler nehme ich einiges mit. Einerseits die Selbstdisziplin, andererseits habe ich tolle Leute kennengelernt, mit denen ich auch weiter Kontakt pflegen werde», meint der Wolfwiler.