Kurhaus Weissenstein wechselt den Besitzer

Die Regiobank Solothurn hat das Kurhaus Weissenstein an eine auswärtige Investorengruppe verkauft. Hoteliers, ein Bau-Unternehmer und ein Tourismusprofi übernehmen das Wahrzeichen auf dem Solothurner Hausberg. Sie habe das Kurhaus bewusst nicht zum höchstmöglichen Preis verkauft, betont die Bank.

Grosses Gebäude auf einem Berg, daneben eine Gondelbahn

Bildlegende: Die Seilbahn auf den Weissenstein wurde erneuert. Jetzt soll auch das Kurhaus eine neue Zukunft erhalten. SRF

Das sind die neuen Besitzer:

  • Arabelle + Tom Umiker: Hoteliers in Davos mit eigenem Hotel
  • Urs Hofmann: Bauexperte, Eigentümer der Sinea Holding in Zug, Eigentümer der Generalbauunternehmung Baulink
  • Hans-Ulrich Schläppi: Früherer Geschäftsführer der Bergbahnen Lenk und ehemaliger Eigentümer eines Hotelbetriebs in der Lenk

Mit persönlichem Einsatz und eigenem Geld werden sich die neuen Besitzer auf dem Weissenstein engagieren, teilt die bisherige Besitzerin Regiobank am Freitag mit.

Zu welchem Preis die Regiobank das Kurhaus verkauft hat, gibt sie nicht bekannt. Verwaltungsratspräsident Felix Leuenberger betont allerdings: «Wir sind eine Bank. Wir machen keine Geschenke».

Nicht nur aufs Geld geschaut

Der Preis bleibt also geheim. Die Regiobank betont allerdings auch, sie habe bewusst darauf verzichtet, das Kurhaus zum höchstmöglichen Preis an einen Finanzinvestor zu verkaufen. Vielmehr liege es der Bank am Herzen, dass das Kurhaus als eigentümergeführter Betrieb erhalten werden könne.

Dass Restaurant und Hotel bestehen bleiben, werde mit den Verkaufs-Verträgen sichergestellt, sagt Verwaltungsratspräsident Felix Leuenberger auf Anfrage von Radio SRF.

Vor dem Konkurs bewahrt

Vor vier Jahren hat die Regiobank Solothurn das Kurhaus Weissenstein übernommen und so vor dem Untergang bewahrt. Sie hat den Betrieb aufrechterhalten, obwohl längere Zeit keine Seilbahn auf den Solothurner Hausberg fuhr und deshalb Einnahmen fehlten.

Die Idee damals: die Bank übersteht besser als eine private AG die Durststrecke, bis eine neue Bahn wieder genügend viele Gäste auf den Solothurner Hausberg bringt.

«Wir sind kein Tourismusunternehmen»

Nun ist die Durststrecke vorbei, die Bahn fährt wieder, und die Regiobank zieht sich wie angekündigt aus ihrem Engagement zurück. «Die Rolle unserer Bank beschränkte sich nur darauf, das Kurhaus grundsätzlich zu retten. Wir sind kein Tourismusunternehmen», erklärt Leuenberger.

Was die neuen Besitzer mit dem Kurhaus genau im Sinn haben, geben sie nächste Woche an einer Medienkonferenz bekannt. Klar ist: Das altehrwürdige Haus wartet auf eine millionenschwere Sanierung.