Wallierhof, Liebegg, Ebenrain Landwirtschaftliche Zentren bauen Zusammenarbeit aus

Gummmistiefel.

Bildlegende: Auch Geld könne man durch die Kooperation sparen, heisst es vom Wallierhof im Kanton Solothurn. Keystone

Die landwirtschaftlichen Zentren der Kantone Baselland, Aargau und Solothurn bauen ihre Zusammenarbeit aus. Die Berufsschulen haben dazu das Projekt «Landwirtschaftlicher Bildungsraum Nordwestschweiz» gestartet.

Aufgrund der Spezialisierung der Landwirtschaftsbetriebe seien Bauern immer mehr auf Spezialistenwissen und auf professionelle Methodik angewiesen, heisst es in einer Mitteilung vom Mittwoch. Das Projekt wolle das Potential einer Kooperation nutzen. Es soll schrittweise umgesetzt werden.

Die Zentren Ebenrain in Sissach (BL), Liebegg in Gränichen (AG) und Wallierhof in Riedholz (SO) zeigen sich in der Mitteilung überzeugt, mit dem Ausbau der Zusammenarbeit den angehenden Landwirtinnen und Landwirten zu dienen.

Kein Sparprogramm

Die Zusammenarbeit bedeutet, dass künftig nicht mehr jeder der drei Kantonen eigene Experten beschäftigt für jedes Spezialgebiet. Wenn der Solothurner Wallierhof etwa grosse Kompetenz aufweise bei der Bienenhaltung, dann könnten Angebote zu diesem Thema von dort aus bewirtschaftet werden, meint Hansruedi Häfliger, Direktor der Aargauer Liebegg.

Ein Sparprogramm sei diese Zusammenarbeit aber nicht, betont man bei den landwirtschaftlichen Zentren der Kantone Aargau und Solothurn. Die vorhandenen Ressourcen sollen aber möglichst gewinnbringend eingesetzt werden um Wissen zu vermitteln, so Jonas Zürcher, Direktor des Wallierhofs. Es sei etwa nicht sinnvoll, wenn ein Berater mit einem kleinen Pensum Gemüsebauern berate, die selber Profis seien.

Kooperation aber auch Eigenständigkeit

Bereits heute arbeiten die Schulen zusammen in der Grundbildung Landwirt und der höheren Berufsbildung - bei der Betriebsleiterschule und der Bäuerinnenschule.

Seit dem vergangenen Schuljahr werden zudem die Wahlfächer gemeinsam angeboten. Weitere Möglichkeiten der Kooperation sollen in der Aus- und Weiterbildung der Land- und Hauswirtschaft sowie der Ernährung gesucht werden. Bei der Ernährung starten die Zentren mit der gegenseitigen Zertifizierung der internen Gemeinschaftsgastronomie.

Das jeweils kantonseigene Bildungs-Kernangebot soll auch mit dem Kooperations-Projekt in allen drei Zentren bestehen bleiben, wie bei Verantwortlichen im Landwirtschaftlichen Zentrum Ebenrain zu erfahren war. In Spezialrichtungen wie etwa dem Biolandbau sind indes gemeinsame Lehrgänge angedacht, um die Qualität zu steigern.