Leuggern ist gegen Asylunterkunft – aus baurechtlichen Gründen

Der Kanton Aargau plant in Leuggern eine Unterkunft für etwa 100 Asylbewerber. Sie sollen in Containern untergebracht werden. Der Gemeinderat sagt nun, dies sei nicht möglich.

Ein Mann giesst Pflanzen. Im Hintergrund Wohncontainer.

Bildlegende: Rund 100 Asylbewerber möchte der Kanton in Wohncontainern einquartieren. (Symbolbild) Keystone

Im Dezember 2014 hat der Kanton Aargau angekündigt, dass er rund 150 Asylbewerber in Leuggern einquartieren möchte. 50 im Hotel Bahnhof. Für weitere 100 soll es Wohncontainer geben. Der Gemeinderat von Leuggern hat sich nun aber dagegen ausgesprochen.

In einer Mitteilung schreibt der Gemeinderat, dass die Container nicht Zonenkonform seien. Konkret seien in dieser Bauzone nur Mehrfamilienhäuser zugelassen. Deshalb könne man das Gesuch des Kantons nicht bewilligen.

Das Aargauer Sozialdepartement hat nun 30 Tage Zeit auf die Absage von Leuggern zu reagieren. So könnte das Departement ein offizielles Baugesuch einreichen. Würde die Gemeinde dies ablehnen, wären danach rechtliche Schritte möglich. Ob der Kanton dies auch macht, lässt er zurzeit noch offen.