Lichterlöschen bei Modekette Blackout?

Schwierige Zeiten für die Schweizer Modekette Blackout: Aufgrund von Millionenverlusten geht sie in Nachlassstundung. So will das Unternehmen nun Zeit gewinnen, um einen Investor zu finden und den Konkurs abzuwenden. Eins ist jedoch klar: Es wird zu Kündigungen kommen.

Die bereits bewilligte Nachlassstundung ist nach Angaben der Firma eine Reaktion auf den starken Franken. Weiter nannte die Blackout AG den Einkaufstourismus und das Internetshopping als Gründe für die Probleme.

Trotz diverser Sparmassnahmen gelang es der Modekette nicht, die millionenschweren Verluste zu verhindern – weder ein neues Sortimentskonzept noch Kosteneinsparungen hätten geholfen. Und auch in Zukunft müsste Blackout nach eigener Aussage mit weiteren hohen Einbussen rechnen.

Kündigungen unvermeidbar

Angesichts dieser Entwicklung kann die Modekette nicht wie bisher weitergeführt werden, und strebt einen Teilverkauf an. Ziel sei es bis zum 9. Mai 2016 einen Investor zu finden um möglichst viele Arbeitsplätze zu erhalten. Im Idealfall solle der Käufer einzelne Filialen aufkaufen und das Personal übernehmen.

Das Unternehmen befinde sich zurzeit in Verhandlungen mit Interessenten, werde jedoch trotzdem grössere Entlassungen vornehmen und einige Filialen schliessen müssen, sagt Mediensprecherin Karin Heimann gegenüber Radio SRF.

Die seit 1990 existierende Blackout AG hat ihren Hauptsitz in Oensingen SO und beschäftigt in 92 Filialen schweizweit rund 500 Mitarbeitende. Diese wurden am Donnerstag über die Situation informiert.

(Bildnachweis: Keystone, Symbolbild)

Nachlassstundung

  • Eine Firma erhält mit der Nachlassstundung vier bis sechs Monate Zeit, um einen Nachlassvertrag mit ihren Gläubigern zu erarbeiten. Dieser regelt dann unter anderem die Abgeltung noch offener Forderungen.
  • Während der Nachlassstundung sind Betreibungen oder eine Konkurseröffnung nicht möglich.