Lilian Studer, EVP: «Es ist ein Privileg, Politik zu machen»

Die Parteiversammlung gibt der Tochter von Ex-Nationalrat Heiner Studer grünes Licht für die Stöckli-Kandidatur. Die 37-jährige Grossrätin soll für die kleine Aargauer EVP zum ersten Mal einen Sitz im Ständerat holen. Ein spezielles Anliegen ist ihr der Schutz des Lebens, von der Geburt bis zum Tod.

Einstimmig hat die Parteiversammlung Lilian Studer am Dienstagabend nominiert. Die EVP ist überzeugt: Mit dieser Ständeratskandidatur biete man den Aargauer Wählern die Möglichkeit, eine Politikerin der Mitte mit klaren Werten nach Bern zu wählen. Studer selbst empfindet es als Privileg, in der Politik mitzuwirken.

Ständeratskandidatur als Sprungbrett für den Nationalrat?

«Ich bin eine Generalistin», sagt Lilian Studer von Radio SRF auf ihre Interessen angesprochen. Und sie fügt hinzu: «Ein spezielles Anliegen ist mir der Lebensschutz, von der Geburt bis zum Tod». Studer setzt sich zum Beispiel für die palliative Pflege ein, wehrt sich aber gegen die Sterbehilfe.

«  Ich interessiere mich sowohl für den Stände- wie auch für den Nationalrat »

Die Chancen für eine Wahl in den Ständerat sind für Lilian Studer gering. Die mit dem Ständeratswahlkampf verbundene Medienpräsenz könnte sich aber positiv auf den Nationalratswahlkampf auswirken.

«Für den Nationalrat sind meine Chancen sicherlich höher als für den Ständerat», analysiert Lilian Studer selbst. Sie interessiere sich aber für beide Ämter und stelle sich daher für beide Ämter zur Wahl.

Lilian Studers politischer Rucksack

Lilian Studer ist seit August 2002 im Aargauer Grossen Rat. Im Juni 2011 übernahm sie das Präsidium der EVP-Fraktion. Auf nationaler Ebene war sie von 2004 bis 2009 insbesondere als Präsidentin der Jungen EVP Schweiz tätig, welche sie auch mitgründete.

Beruflich arbeitet sie als Geschäftsführerin beim Blauen Kreuz/Aargau Luzern. Im Kampf um den Aargauer Stöckli-Sitz hat sie viele Konkurrentinnen und Konkurrenten (siehe Bildergalerie).

Die Aargauer Kandidaturen für den Ständerat