Littering auf dem Land: Aargauer Regierung ist nun gefordert

Das Problem hat sich noch nicht erledigt. Abfall landet weiterhin auf den Wiesen der Bauern. Jetzt soll sich die Aargauer Regierung um das Problem kümmern. Informieren und aufklären alleine reiche nicht mehr, findet Grossrat Ruedi Weber und hat deshalb im Aargauer Parlament eine Motion eingereicht.

Alu-Dosen, Pet-Flaschen und Robidog-Säckchen gefährden das Vieh der Bauern. Wenn Bauern ihre Felder mähen und die Abfälle ins Futter für die Kühe gelangen, können diese daran sterben.

Diese Erfahrungen hat auch Ruedi Weber, Grossrat und Bauer aus Menziken schon gemacht. Nun versucht er mit einem politischen Vorstoss eine Lösung zu erreichen. Bei der Aargauer Regierung hat er eine Motion eingereicht, die verlangt, der Regierungsrat solle Massnahmen ausarbeiten um das Problem zu bekämpfen.

Nationale Aufmerksamkeit

Aludose in Wiese

Bildlegende: Alu-Dosen auf Feldern und Wiesen können Tiere gefährden. zvg

Der Vorstoss von Weber ist offen formuliert und ohne konkrete Forderung. Trotzdem erhofft er sich konkrete Ideen, wie der Kanton Aargau gegen die «Wegwerf-Gesellschaft» vorgehen kann.

Wichtig sei auch, dass das Littering-Problem auch national wieder an Bedeutung gewinnt, sagt Ruedi Weber. «Dort erhoffe ich mir, dass ein Pfand auf Alu-Dosen und Pet-Flaschen gefordert wird, wie es auch in anderen Ländern üblich ist.»

Viel Aufwand, wenig Ertrag

Auch der Bauernverband Aargau hat schon Vieles versucht, um das Littering-Problem in den Griff zu bekommen. «Wir haben Plakate aufgestellt, Aufrufe gemacht und Kampagnen an Messen durchgeführt. Die Leute sind sich einig, dass etwas gemacht werden muss, aber das Problem haben wir trotzdem noch», sagt Ralf Bucher, Geschäftsführer des Aargauer Bauernverbandes.

Ralf Bucher hofft, dass mit dem Vorstoss von Ruedi Weber der Stein ins Rollen kommt. Ansonsten könnten nur noch hohe Bussen die Lage entschärfen.