Lebensmittelkontrolle Mängel bei Essigspezialitäten im Kanton Solothurn

Mango-, Papaya- und Alpenkräuteressig sind im Trend. Dies hat die Solothurner Lebensmittelkontrolle auf den Plan gerufen. Von den untersuchten Produkten mussten 80 Prozent beanstandet werden. Meist ging es um die Deklaration von Allergenen.

Essigflaschen mit Kräutern.

Bildlegende: Die Lebensmittelkontrolle verlangt, dass die Inhalte von Essig ganz genau angegeben werden. (Symbolbild). Colourbox

11 Proben von Essigspezialitäten nahm die Solothurner Lebensmittelkontrolle in Spezialitätenläden. Davon wurden 9 beanstandet. Dies meldet die Lebensmittelkontrolle.

Nicht in Ordnung war dabei vor allem die Deklaration. «Bei rund 60 Prozent der Proben waren die Allergene nicht deklariert. Konkret das Allergen Sulfit», erläutert Martin Kohler, der Solothurner Kantonschemiker, die Ergebnisse der Untersuchung.

Sulfit ist ein Konservierungsmittel, das häufig bei Wein zum Einsatz kommt. Über den Wein als Ausgangsstoff könnte das Sulfit auch in den Essig gekommen sein, vermutet Kohler. Möglich sei aber auch der bewusste Zusatz von Sulfit zum fertigen Essig.

Finanzielle Folgen für Läden

Für die beanstandeten Läden hat die Untersuchung Folgen. Sie müssen die Deklaration der Essigspezialitäten anpassen. Zudem müssen sie die Kosten für die Untersuchung und die Berichte übernehmen.