Manfred Küng soll für die SVP in die Solothurner Regierung

Die SVP Solothurn will im März 2017 endlich einen Sitz im Regierungsrat erobern. Die Parteileitung schlägt als Kandidaten Manfred Küng vor. Er dürfte auch von der Mitgliederversammlung bestätigt werden.

Portrait Manfred Küng vor Eingang Rathaus in Solothurn (Montage)

Bildlegende: Der Rechtsanwalt Manfred Küng aus Kriegstetten soll für die SVP in den Regierungswahlkampf. zvg/SRF

Die Parteileitung habe Manfred Küng einstimmig nominiert, das erklärt Parteipräsident Silvio Jeker auf Anfrage von SRF. Den definitiven Entscheid zur Nomination fällt zwar erst die Mitgliederversammlung am nächsten Donnerstag, er dürfte aber reine Formsache sein.

Die SVP politisiert im Kanton Solothurn seit 25 Jahren. Sie holt bei Parlamentswahlen jeweils etwa einen Fünftel der Stimmen. Bei den Nationalratswahlen 2015 waren es sogar fast 30 Prozent Wähleranteil. Trotzdem versucht die Partei seit Jahren erfolglos, einen Sitz in der Solothurner Regierung zu ergattern.

Küng hat eine grosse Aufgabe

Bei den letzten Wahlen 2013 scheiterte Albert Studer und trat im zweiten Wahlgang erst gar nicht mehr an. Im Vorfeld der Wahlen 2017 haben denn auch mehrere mögliche Exponenten der Volkspartei auf eine Kandidatur verzichtet.

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Regierungsratswahlen Solothurn

4:14 min, vom 3.3.2013

Der 57-jährige Manfred Küng wagt nun also den Schritt in den Wahlkampf – und kann dabei wohl auf volle Rückendeckung seiner Partei zählen.

Küng ist seit 2010 im Kantonsrat, er ist Gemeindepräsident von Kriegstetten. Der Jurist betreibt eine Anwaltskanzlei mit mehreren Filialen und ist Hobby-Winzer.

Ausgangslage

Die Solothurner Regierungssitze teilen sich aktuell FDP, CVP und SP auf. Esther Gassler (FDP) und Peter Gomm (SP) stellen sich im März 2017 nicht mehr der Wiederwahl.