Gemeindepräsidium Kriegstetten Manfred Küng tritt nicht mehr an

Der amtierende Gemeindepräsident Manfred Küng (SVP) wurde am Sonntag als Gemeinderat abgewählt. Damit ging die Strategie der anderen Parteien auf. Mit der Liste «Gemeinsam für Kriegstetten» wollten sie der SVP schaden. Der Gemeindepräsident zieht nun die Konsequenzen.

Manfred Küng gibt SRF ein Interview.

Bildlegende: Nach der Nicht-Wahl in die Kantonsregierung folgte in der Gemeindepolitik der nächste Rückschlag. Keystone

Die Anti-SVP-Strategie von CVP, FDP, SP, CVK und IG Kriegstetten ging auf. Nach der Abwahl aus dem Gemeinderat will der amtierende Gemeindepräsident Manfred Küng nun nicht mehr für das Amt als oberster Kriegstetter kandidieren.

Diesen Entscheid gab der Präsident der SVP Kriegstetten, Rémy Wyssmann, gegenüber SRF bekannt. Wyssmann selbst gelang die Wiederwahl in den Gemeinderat am Sonntag.

Kandidatur der SVP noch offen

Ob die SVP nach Küngs Verzicht einen anderen Kandidaten ins Rennen schickt, konnte Wyssmann noch nicht sagen. Eine eigene Kandidatur schliesst er nicht aus, er müsse sich aber noch mit seiner Familie und seinem Unternehmen absprechen. Begrüssenswert wäre es, wenn die Stimmbevölkerung eine Auswahl hätte bei der Wahl im Juli, so Rémy Wyssmann. Der Anmeldeschluss für das Gemeindepräsidium ist am kommenden Montag.

Manfred Küng hatte für die SVP zuletzt auch für die Kantonsregierung kandidiert. Er blieb jedoch bei der Wahl im März chancenlos. Der 59-Jährige sitzt seit 2010 im Kantonsparlament.