Mann in Lenzburg spricht Kind an: Untersuchungshaft

Am vergangenen Donnerstag hat am Bahnhof Lenzburg ein Mann eine 2. Klässlerin angesprochen. Der Vorgang wurde der Polizei gemeldet. Ein Regionalpolizist entdeckte den Mann später an einer Bushaltestelle. Auf Verfügung der Behörden wurde der Verdächtige nun in Haft gesetzt.

Eine starke Männerhand greift nach einem Kinderarm (Symbolbild).

Bildlegende: Ein 8jähriges Mädchen wurde in Lenzburg von einem unbekannten Mann angesprochen. Die Polizei ermittelt nun. Colourbox

Ein 8jähriges Mädchen wurde am Donnerstag über die Mittagszeit am Bahnhof Lenzburg von einem verdächtigen Mann angesprochen. Er forderte das Mädchen auf, mit ihm mitzukommen, wie die Kantonspolizei am Dienstag mitteilte. Das Mädchen und ihre Eltern informierten gegen Abend die Polizei über den Vorfall.

Die Kantonspolizei nahm das Signalement des Mannes auf und informierte ihre Beamten über den Vorfall. Am späteren Abend um ca. 18.30 Uhr fiel einem Regionalpolizisten der verdächtige Mann auf, er stand an einer Bushaltestelle. Der Mann wurde angehalten.

Untersuchungshaft für maximal drei Monate

Der 53jährige Mann aus der Region wurde für weitere Ermittlungen festgenommen, wie die Kantonspolizei festhält. Die Staatsanwaltschaft Aarau-Lenzburg eröffnete eine Untersuchung. Sie wirft dem Mann versuchte Freiheitsberaubung vor, wie die Nachrichtenagentur sda meldet.

Am Montag ordnete das Zwangsmassnahmengericht eine Untersuchungshaft von maximal drei Monaten an, der Mann bleibt also vorläufig in Haft.

Wahrscheinlich kein Zusammenhang mit anderen Meldungen

Der Verdächtige bestreite die Tat, wie es in der Mitteilung der Polizei weiter heisst. Nun stünden weitere intensive Ermittlungen bevor. Hinweise auf einen Zusammenhang mit anderen gemeldeten Vorfällen im Reusstal und im Freiamt gibt es bisher nicht, wie Polizeisprecher Roland Pfister auf Anfrage von Radio SRF erklärte.

Das Signalement stimme nicht mit früheren Meldungen überein, auch benutzte der mutmassliche Täter in diesem Fall kein Fahrzeug. Trotzdem brauche die Polizei Zeit, um diese Fragen eingehend abzuklären.