Marianne Binder soll neue Aargauer CVP-Präsidentin werden

Die Parteileitung der CVP Aargau gibt bekannt, wer die Nachfolge des scheidenden Präsidenten Markus Zemp übernehmen, und die Partei im grossen Wahljahr anführen soll: Einstimmig empfohlen wird die 57-jährige Grossrätin Marianne Binder-Keller aus Baden.

Porträt von markus Zemp und Marianne Binder.

Bildlegende: Die Parteileitung empfiehlt die 57-jährige Badener Grossrätin einstimmig als Nachfolgerin von Markus Zemp. zvg

Die frühere Kommunikationschefin der CVP Schweiz wird an der Parteispitze die Nachfolge von alt Nationalrat Markus Zemp antreten, wenn die Delegiertenversammlung am 20. Januar den Vorschlag der Parteileitung absegnet. Zemp gibt das Amt nach vier Jahren ab.

Die Parteileitung habe Binder-Keller einstimmig als neue Kantonalpräsidentin nominiert, teilte die CVP Aargau am Freitag mit. Binder-Keller sei auf aargauischer Ebene und in Bundesbern vernetzt. Sie gehört seit Herbst dem zwölf Mitglieder zählenden Präsidium der CVP Schweiz an.

Herausforderungen im Wahljahr

Die Politikerin aus Baden ist seit April 2013 Grossrätin und Präsidentin der CVP Bezirk Baden. Bei der Nationalratswahl im Oktober trat Binder auf dem dritten Listenplatz an, konnte aber keinen Sitz erobern. Sie belegt aktuell den ersten Ersatzplatz.

Bei den kommenden Regierungsrats- und Grossratswahlen am 23. Oktober ist die designierte Präsidentin gefordert. Der langjährige Finanzdirektor Roland Brogli stellt sich nicht mehr zur Wiederwahl. Die CVP hält im Grossen Rat 19 der 140 Sitze. Sie gehörte vor vier Jahren zu den Verlierern und büsste auch bei den nationalen Wahlen 2015 Wähleranteile ein.