Mehr Aufträge für die ABB Schweiz im 1. Halbjahr 2013

Der Bestellungseingang ist um 5 Prozent gestiegen. Dies vor allem wegen Aufträgen im Bahnbereich, für Hochspannungsanlagen sowie für Ausrüstungen von Minenanlagen in Asien und Südamerika.

Ein Mitarbeiter der ABB Schweiz in Turgi.

Bildlegende: Ein Mitarbeiter der ABB Schweiz in Turgi. Keystone

Grafik der ABB Schweiz zu den Halbjahreszahlen.

Bildlegende: Die ABB Schweiz profitiert von einem guten Bestellungseingang. ZVG

ABB Schweiz erhielt im ersten Halbjahr Aufträge für 1,77 Milliarden Franken. Im Vorjahr betrug dieser Wert 1,69 Milliarden Franken. Der Umsatz ist leicht gesunken, auf 1,71 Milliarden Franken.

«Die Nachfrage nach energieeffizienten und nachhaltigen Lösungen in der Industrie, für Datacenter und in der Mobilität hat zur guten Auftragslage beigetragen», schreibt ABB Schweiz am Freitag in einer Medienmitteilung.

Neue Lösungen in den Bereichen Mobilität und Energie

Ende Mai wurde in Genf der erste elektrische Gelenkbus in Betrieb genommen, welcher ohne Oberleitung auskommt. Die Technologie für diesen Bus entwickelte die ABB Schweiz in Genf und Turgi.

Die Nachfrage nach intelligenten Lösungen für die Energieversorgung werde weiter steigen, so die ABB Schweiz. Im März wurde der Grundstein für ein 18 Millionen Franken teures Laborgebäude im Forschungszentrum Dättwil gelegt. Hier soll dereinst die nächste Generation von Hochleistungshalbleitern entwickelt werden.

Rückgang bei den Turbolader

Umsatzeinbussen musste die ABB Schweiz vor allem bei den Turboladern hinnehmen. Diese werden bei Schiffen eingesetzt. Sie erhöhen die Leistung eines Dieselmotors um das Vierfache. Schiffe benötigen so weniger Diesel und sind umweltfreundlicher. Dieser Bereich habe bis 2008 noch floriert, der Marinemarkt stecke nun jedoch in der Kriese, sagt ABB Schweiz gegenüber dem Regionaljournal Aargau Solothurn. Es werden weniger Schiffe gebaut.

Der Rückgang bei den Turboladern hatt bereits Konsequenzen. Anfang Jahr musste die ABB das Werk in Deitingen schliessen. Zwar mache man nicht mehr so viel Umsatz, das Geschäft mit den Turbolader bleibe aber trotzdem wichtig, sagt ABB Schweiz.