Mehr Gesuche für Kurzarbeit in den Kantonen Aargau und Solothurn

Im Kanton Aargau ist die Arbeitslosenquote im Februar mit 3,2 Prozent konstant geblieben. Ebenso im Kanton Solothurn, dort verharrte die Quote bei 2,6 Prozent. Die Zahl der Gesuche um Kurzarbeit hat im Aargau und im Kanton Solothurn im Februar deutlich zugenommen.

Arbeitsloser liest Stellenanzeiger

Bildlegende: Die Arbeitslosenquote bleibt im Februar stabil. Keystone

Im Kanton Aargau stieg im Februar die Zahl der Arbeitslosen um 23 auf 11'157 Personen. Die Zahl der registrierten Stellensuchenden stieg im gleichen Zeitraum um 69 auf 14'860 Personen. Das teilte das kantonale Amt für Wirtschaft und Arbeit (AWA) am Dienstag mit.

Der starke Franken habe sich bisher nicht auf die Zahl der Arbeitslosen im Aargau ausgewirkt, hält das AWA fest. Die Quote liegt im Aargau um 0,2 Punkte unter dem Schweizer Mittelwert von 3,5 Prozent.

Solothurner Arbeitsmarkt verliert an Dynamik

Im Kanton Solothurn ist die Arbeitslosenquote im Februar wie im Vormonat bei 2,6 Prozent verharrt. Die Zahl der registrierten Arbeitslosen stieg um 10 auf 3788 Personen, wie das kantonale Amt für Wirtschaft und Arbeit am Dienstag mitteilte.

Auch die Zahl der Stellensuchenden erhöhte sich leicht, und zwar um 46 auf 5772 Personen. Die Quote blieb mit 4 Prozent unverändert. «Der Arbeitsmarkt verliert an Dynamik», hält das AWA fest.

Mehr Gesuche für Kurzarbeit

Im Kanton Solothurn stellten im Februar 31 Firmen Gesuche für Kurzarbeit. Im Januar waren es 9 gewesen.

Im Aargau stellten die Unternehmen im Februar deutlich mehr Gesuche für Kurzarbeit als im Vormonat. 48 Betriebe reichten Gesuche ein - das sind 27 Betriebe mehr als im Januar 2015 oder 24 mehr als im Februar 2014. "Das ist eine deutliche Zunahme", sagt David Reichart, stellvertretender Leiter des Amts für Wirtschaft und Arbeit. Ein solcher Anstieg der Gesuche im Februar sei selten.

Hauptgrund für die vielen Gesuche sind laut Reichart sei der Entscheid der Nationalbank, den Euro-Mindestkurs aufzuheben. Das bringe viele Firmen in eine schwierige Lage. Sie könnten ihre Margen nicht mehr halten und gerieten gegenüber der Konkurrenz im Ausland ins Hintertreffen.

Von den 48 Betrieben im Aargau mit neuen Gesuchen sind 13 in der Maschinen- und Metallindustrie tätig, weitere 11 Betriebe gehören zum Bauhaupt- oder Baunebengewerbe. Die übrigen Betriebe stammen aus verschiedenen Branchen.

Potenziell sind in den neu gemeldeten Betrieben 631 Mitarbeitende von Kurzarbeit betroffen. Mit den Bewilligungen aus den Vormonaten liegt nun für 1356 Personen eine Bewilligung zur Einführung von Kurzarbeit vor.

Zahlreiche weitere Unternehmen erkundigen sich derzeit bei den zuständigen Amtsstellen nach der Möglichkeit für Kurzarbeit. In den Kantonen Solothurn und Aargau geht man darum davon aus, dass die Gesuche noch weiter ansteigen werden.