Mehr Platz – auch für Solothurner Pendler

Wer von Solothurn oder Biberist in die Stadt Bern pendelt, kennt das Chaos im Berner Bahnhof. Am Morgen und Abend gibt es kaum mehr ein Durchkommen. Nun will der Regionalverkehr Bern-Solothurn (RBS) den Bahnhof ausbauen. Es sind teure Pläne.

Visualisierung des neuen Bahnhofs

Bildlegende: So soll der neue RBS-Bahnhof in Bern aussehen. Er bietet den vielen Pendlern mehr Platz. zvg

Die RBS hat in den vergangen Jahren den Betrieb auf den Bahnlinien stark ausgebaut. Inzwischen fahren die Züge zwischen Solothurn und Bern in den Spitzenzeiten im Viertelstundentakt. Dies hat aber auch dazu geführt, dass immer mehr Personen im Bahnhof Bern ankommen und abreisen.

Ursprünglich wurde der Bahnhof der RBS in Bern für 16‘000 Personen konzipiert. Inzwischen fahren täglich 60‘000 Passagiere aus dem Kanton Solothurn und den Berner Gemeinden in die Stadt Bern und zurück. Man habe keine Kapazitätsreserven mehr, sagt RBS-Direktor Fabian Schmid.

Kosten von fast 900 Millionen Franken

Deshalb brauche es nun einen neuen RBS-Bahnhof. Am Donnerstag wurden die konkreten Pläne erstmals präsentiert. Der neue RBS-Bahnhof soll neben dem bisherigen gebaut werden und zwar ebenfalls unterirdisch. Deshalb braucht es auch neue Verbindungen zum Bahnhof der SBB.

Der neue Bahnhof der RBS soll 522 Millionen Franken kosten. Dazu kommen die Anpassungen am SBB-Bahnhof für 345 Millionen. Wenn alles wie geplant läuft, soll der neue Bahnhof in rund 10 Jahren fertig sein.