Mehr Zeit und Geld fürs Ringier-Bildarchiv

2009 schenkte der Ringier-Verlag aus Zofingen dem Kanton Aargau sein umfassendes Bildarchiv. 7 Millionen Fotografien aus den 30er-Jahren bis 1999 wurden seither gesichtet und archiviert. Nun spricht die Regierung Geld für die nächste Etappe.

5 Jahre und 1,1 Millionen Franken standen den Mitarbeitern des Aargauer Staatsarchivs zur Verfügung, um sich einen Überblick über die 7 Millionen Fotos zu machen, die in mehreren Jahrzehnten für «Blick» und die «Schweizer Illustrierte» gemacht wurden. Die Finanzierung lief Ende 2013 aus.

Nun verrät die Projektleiterin Nora Mathys Radio SRF exklusiv, dass es weitergeht. Die Regierung hat noch einmal 1,8 Millionen Franken aus dem Swisslosfonds bewilligt. Innerhalb von 3 Jahren will Mathys nun mit ihrem Team dieses Geld investieren, um das Archiv der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Alle Bilder auf dem Internet

Zum einen soll eine digitale Bilddatenbank auf der Homepage des Staatsarchivs entstehen, so Mathys zum Regionaljournal Aargau Solothurn: «In der Bilddatenbank kann man dann Bilder recherchieren und anschauen. Dazu möchten wir Bildstrecken zusammenstellen, zu ausgewählten Themen.»

Zum anderen sollen aber auch die analogen Fotos zugänglich werden. Das Ringier-Bildarchiv soll selbst zugänglich sein, und das Staatsarchiv plant auch Workshops und Ausstellungen zu einzelnen Themen. So soll das sehr vielfältige Archiv der Bevölkerung näher gebracht werden. Nach den 3 Jahren will das Archiv weitere Projekte zusammen mit anderen kantonalen Kulturinstitutionen umsetzten.

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Ringier-Archiv

6:41 min, aus Schweiz aktuell vom 21.1.2010