Meitli-Sonntag mit neuem Konzept am Samstag bewährt sich

Der alte Brauch der dreitägigen Frauenherrschaft in den Dörfern Fahrwangen und Meisterschwanden hat in den letzten Jahren unter Teilnehmerschwund gelitten. Die Anlässe am Montag waren nicht mehr gut besucht. Dieses Jahr fanden die Montags-Veranstaltungen nun zum ersten Mal am Samstag statt.

Meitli-Sonntag

Bildlegende: Strube Zeiten für die Männer in Fahrwangen und Meisterschaften am Meitli-Sonntag. zvg

Der Brauch heisst zwar «Meitli-Sonntag». Aber er findet nicht nur an einem Sonntag statt, sondern an drei Tagen. Während dreihundert Jahren begann er am Donnerstag. Am Sonntag und Montag ging es dann weiter.

Doch am Montag herscht dieses Jahr Ruhe in Fahrwangen und Meisterschwanden. Kein Maskentreiben, keine Verse und Sprüche über das Geschehen in den beiden Dörfern und kein Kindertanz.

All diese Anlässe wurden auf den Samstag verlegt. Die Organisatorinnen hofften, dass durch die Verlegung auf einen arbeitsfreien Tag mehr Frauen am Brauch teilnnehmen würden. Und das ist offenbar so.

Manuela Schneiter, Präsidentin der Meitli-Sonntag-Vereinigung Meisterschwanden: «Wir haben ein paar junge Frauen mehr, die sich verkleidet haben und mitmachen.» Und beim Kindertanz hat sie beobachtet, dass die Teilnehmeranzahl zwar gleich blieb, sie sichtete bei diesem Anlass aber viel mehr Eltern, vor allem auch Väter.

Manuela Schneiter ist zuversichtlich, dass der Brauch in der neuen Form wieder mehr Zukunft hat: «Auf jeden Fall, da bin ich mir zu 100 Prozent sicher.»