Mieser Sommer: Tragödie für die Schwimmbad-Restaurants

Wegen des schlechten Wetters im Juli und August müssen die Schwimmbäder in der Region grosse Einbussen hinnehmen. «Wir hatten bis zu 50 Prozent weniger Einnahmen wie 2013», sagt René Hächler, Bademeister vom Freibad Schachen Aarau. Die wirklichen Leidtragenden sind aber die Badi-Restaurants.

Schleches Wetter in einem Schwimmbad

Bildlegende: Schlechtes Wetter im Schwimmbad: In diesem Sommer der Standard. Keystone

Der kühle Sommer hat die Badeanstalten hart getroffen: Es fehlte an Badegästen. Die meisten Schwimmbäder werden von Städten oder Gemeinden betrieben. Das heisst: Am Schluss berappen vor allem Steuerzahler die Ausfälle wegen des schlechten Wetters.

Das Restaurant in einem Schwimmbad hat allerdings üblicherweise einen privaten Besitzer. Diese Verluste müssen also von den Unternehmern getragen werden.

«Das Wetter ist unser Unternehmensrisiko»

«Vom Restaurant zu leben wäre diesen Sommer nicht möglich gewesen», sagt André Wilhelm, Besitzer des Restaurants im Küttiger Schwimmbad Wührimatt, gegenüber dem Regionaljournal Aargau Solothurn von Radio SRF. Er sei froh, dass er schon pensioniert sei. Das Betreiben des Restaurants sei für ihn nur ein Hobby.

Anders sieht es bei Beat Thommen aus, dem Besitzer des Restaurants im Freibad Schachen in Aarau. Er lebt davon, dieses Jahr jedoch schlecht. «Im Juli und August konnte ich meine Kosten bei Weitem nicht decken», erklärt Beat Thommen. Er hat das Glück, dass er noch andere Restaurants besitzt, welche ihm Einnahmen einbringen.

Hauptsächlich vom Restaurant im Schwimmbad Solothurn lebt Ernst Schär. Die Kosten seien zwar gedeckt, dies aber auch nur, weil er sich selbst nur einen mickrigen Lohn bezahlt. «Für den Winter reicht dies nicht», sagt Ernst Schär. Er müsse diesen Winter den einen oder anderen Nebenjob mehr machen als die Jahre zuvor.