Millionen-Schaden im Limmattal nach Unwetter

Am Donnerstagabend hagelte es in der Region um Spreitenbach. Alleine die Versicherung Axa Winterthur meldet Schäden in der Höhe von etwa acht Millionen Franken an Fahrzeugen und Gebäuden. Auch die Landwirtschaft ist betroffen.

Himmel über Bremgarten.

Bildlegende: Bedrohlich präsentierte sich der Himmel nicht nur im Limmattal sondern auch hier in Bremgarten. Urs Dellsberger

Am Donnerstagabend um etwa 20 Uhr zog ein kurzes aber heftiges Unwetter über das Limmattal. Hagelkörner in der Grösse von Ping Pong-Bällen fielen vom Himmel. Die Schäden an Autos, Gebäuden und in der Landwirtschaft sind gross.

Der Versicherungskonzern Axa Winterthur rechnet mit Schäden von etwa acht Millionen Franken. Die meisten Schäden seien an Autos entstanden, teilt die Versicherung mit. Vereinzelt seien auch Gebäude betroffen.

Dazu kommen die Schäden in der Landwirtschaft. Im Aargau und vier weiteren Kantonen rechnet die Schweizerische Hagelversicherung mit bis zu 600 Schadenfällen. Betroffen waren der Ackerbau und Gärtnereien.

Meldungen erhielt die Polizei auch aus den Regionen Rothrist, Oftringen und Aarburg. Dort war Wasser in Gebäude geströmt.

Bahnhof Olten stand teilweise unter Wasser

Das starke Unwetter führte auch in der Region Olten zu mehreren Einsätzen der Feuerwehr. Die Polizei erhielt rund 25 Meldungen über Wassereinbrüche in Liegenschaften. Personen wurden nicht verletzt.

Die Meldungen gingen zwischen 20.45 Uhr und Mitternacht ein, wie die Solothurner Kantonspolizei am Freitag mitteilte. Im Bahnhof Olten standen die beiden Unterführungen teilweise unter Wasser: Viele Bahnreisende, die umstiegen, zogen ihre Schuhe aus und bekamen nasse Füsse.

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Dutzende Keller überschwemmt

1:40 min, aus Schweiz aktuell vom 11.6.2014