Millionenverlust für AZ Medien

Sechs Millionen Franken hat die AZ Medien AG verloren im vergangenen Jahr. Dies obwohl das Aargauer Medienunternehmen seinen Umsatz steigern konnte.

Mann sitzt im Dunkeln vor Wand mit Zeitungsseiten.

Bildlegende: Die hohen Investitionen der AZ Medien AG führten im vergangenen Jahr zu roten Zahlen. Keystone

Die AZ Medien AG hat ihren Umsatz im vergangenen Jahr um 2,3 Prozent erhöht auf 247,7 Millionen Franken. Unter dem Strich muss das Unternehmen allerdings einen Verlust hinnehmen von sechs Millionen Franken.

Geschäftszahlen in der Übersicht

  • Betriebsergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA): 25,2 Millionen Franken (-12 Prozent)
  • Eigenfinanzierungsgrad: 43 Prozent (zuvor 49 Prozent)
  • Personalbestand: 920 Beschäftigte (plus 100 Vollzeitstellen)

Das Unternehmen schreibt in seiner Mitteilung von einem «unbefriedigenden Konzernergebnis». Dafür nennt es zwei Gründe: Erstens hohe Abschreibungen auf getätigte Investitionen und Akquisitionen. Zweitens Anlaufverluste bei Start-ups.

Zwei neue Medienprodukte

Investitionen in der Höhe von 40 Millionen Franken hatte der Verwaltungsrat bewilligt im vergangenen Jahr. Mit TV24 und dem Onlineportal «watson» lancierte das Unternehmen zwei neue Medienprodukte. Und im Druckzentrum Aarau wurde eine neue Rotationsmaschine in Betrieb genommen.

Die AZ Medien AG übernahm zudem 2014 ganz die Dietschi AG, die Herausgeberin des »Oltner Tagblatt». Und der Konzern wurde Besitzer der Zeitschrift «Haustech», ehemals im Besitz von Axel Springer Schweiz.

Die Projekte und Massnahmen seien auf Kurs, erforderten aber weiterhin einen hohen Mitteleinsatz, heisst es in der Mitteilung weiter. Die AZ Medien AG will trotz roter Zahlen auch in naher Zukunft an ihrem Expansionskurs und der Diversifikation in neue Kanäle festhalten.