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Aargau Solothurn Mit Plakaten gegen «Güsel»-Sünder im Aargau

PET-Flaschen, Take-Away-Verpackungen, Getränkedosen: Der Kanton Aargau hat zunehmend mit Littering und illegal entsorgtem Abfall zu kämpfen. Nun packt er das Problem an. Eine Plakatkampagne, die am Donnerstag lanciert wurde, soll die Bevölkerung sensibilisieren.

Zahlen und Fakten:

  • 2015 hat Littering entlang der Kantonsstrassen dem Aargau Kosten von rund 1,35 Millionen Franken verursacht.
  • Im Aargau sind 120 Mitarbeitende des Departements Bau, Verkehr und Umwelt täglich für den Unterhalt der Kantonsstrassen (1150 km) unterwegs.
  • Die Plakatkampagne konzentriert sich auf 39 «Hotspots», also besonders Littering-anfällige Standorte wie Rastplätze oder Parkplätze.
  • Die Idee zur Kampagne kam vom Werkhof Oftringen, welcher sehr gute Erfahrungen mit einem Plakat gemacht hatte.

Einer dieser «Hotspots» ist der Parkplatz Gexi etwas ausserhalb von Lenzburg neben den Bahngleisen. Hansruedi Aeschbach, Mitarbeiter beim Werkhof Lenzburg, sammelt hier zusammen mit einem Kollegen Abfall zusammen. Jeden Dienstag, jeden Freitag.

An diesem Donnerstag quellen die Abfalleimer beim Parkplatz bereits wieder über. Leere Kanister, ganze Abfallsäcke aus Privathaushalten und Plastikeimer stehen daneben. Illegal entsorgter Abfall. Für Aeschbach ein gewohntes Bild.

Unsere Arbeit ist nicht nur oft eklig, sondern auch gefährlich.
Autor: Hansruedi AeschbachMitarbeiter Werkhof Lenzburg

Der Werkhofmitarbeiter erzählt, dass Littering nicht nur Kosten und Aufwand verursache, sondern einen ganzen Rattenschwanz nach sich ziehe. «Tiere verschleppen Essensreste, Windeln und Hundekot stinken bestialisch, Scherben können uns verletzen.»

Ausserdem sei das Unfallrisiko, dem die Mitarbeitenden entlang der Kantonsstrassen ausgesetzt sind, nicht zu unterschätzen. «Wenn ich Abfall auflese am Strassenrand und ein Lastwagen mit Tempo 80 an mir vorbei rast, dann ist das kein gutes Gefühl.»

Hansruedi Aeschbach und seine Kollegen beim Werkhof begrüssen die Plakatkampagne des Kantons deshalb und hoffen, dass sie Wirkung zeigt. «Die Leute sollen realisieren, was sie auslösen mit Littering und illegaler Abfallentsorgung.»

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2 Kommentare

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  • Kommentar von Bruno Hochuli (Bruno Hochuli)
    Eine Aktion die nichts als kostet und nichts bringt. Sofort handeln und büssen , wenn rigoros durchgegriffen wird, überlegen sich viele, ob sich eine Busse lohnt oder nicht. Wir sind langsam zu einem Staat verkommen, dem der gesunde Menschenverstand abhanden gekommen ist.
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  • Kommentar von Rolf Bolliger (robo)
    Bei der ganzen Littering-Diskussion wird das illegale Entsorgen bei offiziellen Abfallkübel-Stellen, viel zu wenig traktandiert! Da werden (in mehrfachem Volumen als der Abfallkübel!) einfach private, grossteilige Entsorgungen gemacht! Ist es Bequemlichkeit oder ist es die gesparte Vignette, die man auf einen Abfallsack kleben müsste, die zu solchen kriminellen Taten führen? Es wird höchste Zeit, dass hier energische Abhilfe aufgegleist wird!
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