«MobiLab» soll Schulkinder für Natur- und Technikberufe gewinnen

Ein kleiner Lastwagen, vollgestopft mit Experimenten zu Themen wie Luft, Wasser, Elektrizität oder auch Optik, das ist das «MobiLab». Es besucht Primarschulen in den Kantonen AG, SO, BL und BS und soll die Freude an Naturwissenschaften wecken. Nicht nur bei Schülern, sondern auch bei Lehrpersonen.

MobiLab-Lastwagen

Bildlegende: Das MobiLab soll Primarschülern in den Kantonen BL, BS, SO und AG Natur und Technik näherbringen. SRF

Kinder stellen Fragen, sind neugierig, sie experimentieren ständig. Und weil das von Natur aus so ist, lassen sie sich schon früh für Natur und Technik begeistern. Aus dieser Überlegung heraus entwickelte die Pädagogische Hochschule (PH) der Fachhochschule Nordwestschweiz das «MobiLab».

Es ist ein kleiner Lastwagen, der mit gegen 120 Plastikkisten gefüllt ist. Jede Kiste enthält die Zutaten für ein Experiment. Auch eine genaue Anleitung gehört dazu. So können Viert- bis Sechstklässler unter Anleitung von Mitarbeitern der PH die Experimente selber durchführen. Sie finden zum Beispiel heraus, dass Gummibärchen tauchen können ohne nass zu werden. Der Grund: Luft ist nicht nichts. Was hier theoretisch tönt, erklärt sich im Experiment buchstäblich wie von selbst.

Auch Lehrpersonen sind angesprochen

Das MobiLab soll aber nicht nur bei Primarschülerinnen und -schülern die Freude an Natur und Technik wecken. Angesprochen sind auch Lehrpersonen. Sie können das MobiLab für einen halben oder ganzen Tag anfordern. Pro Halbtag wird ein bestimmtes Thema abgehandelt.

In dieser Zeit kann die Lehrperson aber nicht einfach die Beine hochlagern und den Unterricht an die Spezialisten der PH delegieren. Ganz im Gegenteil: Wer das MobiLab in der Schule haben will, muss vorher einen Kurs besuchen. Und im Anschlus daran offeriert die PH Weiterbildungen in Natur und Technik.

Finanziert wird das MobiLab von den Kantonen mit Geldern aus dem Lotteriefonds. Sponsoren aus der Wirtschaft steuern den Rest bei. Für die ersten fünf Betriebsjahre rechnet man mit Kosten von einer Millione Franken. Dieses Geld ist schon vorhanden.

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