Zum Inhalt springen

Aargau Solothurn Mögliches Tiefenlager am Bözberg verunsichert Bauern

Ab kommendem Winter will die Nagra im Gebiet «Jura Ost» seismische Untersuchungen durchführen. Von diesen Untersuchungen könnten rund 200 Bauern betroffen sein. Eine Informationsveranstaltung des Bauernverbands Aargau am Donnerstagabend soll ihre offenen Fragen klären.

Legende: Video Nagra bei den Bauern abspielen. Laufzeit 3:45 Minuten.
Aus Schweiz aktuell vom 10.07.2015.

Ende Januar 2015 schränkte die Nagra die Zahl der möglichen Standorte für ein Tiefenlager auf zwei ein: «Jura Ost» am Bözberg im Kanton Aargau und «Zürich Nordost». Nun will die Nagra diese beiden Standorte genauer untersuchen. Ab dem kommenden Winter sind seismische Untersuchungen geplant.

Hierbei wird die Ausbreitung von Vibrationen im Untergrund gemessen. Die Vibrationen werden durch sogenannte Vibrationsfahrzeuge ausgelöst. In schlecht zugänglichen Gebieten wird eine geringe Menge Sprengstoff in einem 2 bis 10 Meter tiefen Bohrloch platziert und zur Detonation gebracht.

Landschäden sollen entschädigt werden

Rund 200 Bauern in fast 20 Gemeinden könnten von diesen Messungen betroffen sein, sagt Ralf Bucher vom Bauernverband Aargau.

Landkarte
Legende: Auf dieser Karte sind die Bohrungsperimeter und der Seismikperimeter eingezeichnet. ZVG/Nagra

Der Bauernverband hat diese Bauern deshalb zu einer Informationsveranstaltung eingeladen. Der Verband will den Bauern zum Beispiel aufzeigen, wie sie bei allfälligen Landschäden Schadenersatz einfordern können. An der Versammlung wird auch die Nagra präsent sein.

Ralf Bucher geht aber noch weiter. Er glaubt, dass sich die Bauern sogar ganz gegen seismische Messungen auf ihren Feldern wehren könnten: Die Nagra werde die seismischen Untersuchungen «nicht mit der Brechstange erzwingen wollen», sagt Bucher.

Generelle Verunsicherung

Die Verunsicherung der Bauern betrifft aber nicht nur die seismischen Messungen, welche gemäss Nagra im Winter starten sollen, sondern auch das Tiefenlager generell.

«Was passiert wenn man ein Produkt aus einer Region, welche negativ in den Schlagzeilen ist, nicht mehr verkaufen kann?» Das sei eine Frage, die viele Bauern beschäftige, sagt Ralf Bucher. Die Informations-Veranstaltung am Donnerstagabend soll hierzu Antworten liefern.

2 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Rudolf R. Blaser, Aeschi
    3er Versuch: Erdwissenschaftliche Untersuchungen am Bözberg sind reiner Leerlauf und Arbeitsbeschaffung, jedenfalls unverantwortlich gegenüber Fauna und Flora welche uns Menschen überdauern werden. Ein Endlager zuoberst auf dem Haufen wird nach nächster Eiszeit alle unteren anstossenden Gebiete in allen 4 Himmelsrichtungen gefährden und alles noch Lebendige dieser vollkommenen Schöpfung mutieren. Endlager darf nur in Breitengraden geplant werden, wo keine Eiszeiten auftreten können.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Rudolf R. Blaser, Aeschi
    Alles fliesst,normalerweise von Oben nach Unten.NAGRA-Jungs, in höchsten Lohnklassen, werden wahrscheinlich in30J auch zur Erkenntnis gelangen,dass Endlager zuoberst auf Haufen,in Breitengraden wo Eiszeiten auftraten,die alles pulverisieren,zumindest NICHT KLUG IST. Hätten unsRömer diesen Mist hinterlassen, wären wir erst die100.Generation, welcheNachlass betreut.Unser Müll muss aber von nächsten 55'000G verwaltet werden+in 3G hat es keinUran mehr!Dafür dürfen wir stündlich mit GAU rechnen!
    Ablehnen den Kommentar ablehnen