Mondia ist definitiv am Ende

Sie war eine der traditionsreichsten Veloherstellerinnen der Schweiz. Nun musste Mondia die Velo-Produktion in Strengelbach definitiv einstellen. Bereits zuvor durchlebte die Firma turbulente Jahre.

Mondia Velo vor dunklem Hintergrund

Bildlegende: Düstere Aussichten für die traditionelle Velo-Marke Mondia aus Balsthal. Die Produktion wurde nun definitv eingestellt. zVg

Seit rund 80 Jahren hat Mondia Velos produziert. Begonnen hatte alles in einem Gebäude in Balsthal. Dort baute die Firma Mitte der 80er-Jahre auch eine der modernsten Velofabriken der Schweiz. Über 20‘000 Fahrräder fertigte die Fabrik zu Spitzenzeiten. Die goldenen Zeiten sind jedoch schon längstens vorbei.

2001 verlagerte die Firma die Produktion ins aargauische Strengelbach. Der juristische Sitz blieb im Kanton Solothurn. Anfang des vergangenen Jahres ging die Firma Mondia Fahrrad AG Pleite. Danach übernahm die eigene Vertriebsgesellschaft, die Mondia Vertriebs AG, die Produktion. Jedoch wurden dann nur noch 4000 Fahrräder produziert.

Marke Mondia steht zum Verkauf

Nun ist die Firma Mondia definitiv am Ende. Das Kantonale Konkursamt hat den Konkurs eröffnet. Es bestehe kaum noch Hoffnung, dass die Firma wie im vergangen Jahr wiederbelebt wird, sagt Mark Stadelmann vom zuständigen Konkursamt gegenüber dem Regionaljournal Aargau Solothurn von Radio SRF. Zwar könnte eine Auffanggesellschaft die Produktion und die Angestellten übernehmen. Bisher gebe es jedoch keine Offerten.

Das Konkursamt muss nun also die Reste der Firma Mondia liquidieren. Geld will es dabei unter anderem mit dem Markennamen einnehmen. Bereits haben sich erste Velohersteller aus der Schweiz für die Marke interessiert. Es könnte deshalb sein, dass es in Zukunft wieder Velos mit dem Nahmen Mondia gibt.