Morgenröte im Solothurner Pensionskassen-Streit

Wer soll das Loch in der Solothurner Pensionskasse stopfen? Kanton und Gemeinden streiten darüber seit Wochen. Nun gibt es eine Pause im Streit. Und Hoffnung auf eine Einigung.

Zwei Geschäftsmänner reichen sich die Hände (Symbolbild).

Bildlegende: Gemeindeverband und Kantonsregierung reichen sich die Hände: Ab August wird verhandelt statt gestritten. Colourbox

Eine Milliarde Franken fehlt in der Solothurner Pensionskasse. Bis Ende Jahr muss das Loch gestopft sein, so verlangt es das Gesetz. Die Regierung wollte die Gemeinden dazu verpflichten, einen Drittel dieser Kosten zu übernehmen. Die Gemeinden finden das viel zu viel.

Am Freitag hätte sich der Verband der Solothurner Einwohnergemeinden (VSEG) auf eine gemeinsame Position verständigen sollen. Doch nun kommt alles anders: Der neue Finanzdirektor Roland Heim signalisierte laut Verbandspräsident Kuno Tschumi erstmals Verhandlungsbereitschaft. Die Gemeinden zeigen sich deshalb ebenfalls kooperativ und legen eine Pause ein im Finanzierungsstreit.

«Wir wollen auch, dass wir eine Lösung finden. Sie muss aber für die Gemeinden tragbar sein», erklärt Tschumi gegenüber Radio SRF. Ab August werde deshalb mit der neuen Solothurner Regierung verhandelt. Und Tschumi gibt sich optimistisch: «Bis Ende Jahr braucht es eine Lösung. Das sollte möglich sein.»