Nach 14 Jahren definitives Aus für @baden-Adressen

Am 30. September wird der Freemail-Dienst in Baden definitiv eingestellt. Der Adresszusatz @baden.ch ist nicht mehr für den privaten Gebrauch verwendbar. Die Stadt braucht die Adressen selbst und will nicht in eine Nachfolgelösung investieren. 2000 Nutzer sind betroffen.

Mann mit Brille, in der Brille spiegeln sich @ Zeichen.

Bildlegende: Die @baden-Mailadressen sind definitiv Geschichte. Keystone (Symbolbild)

Der Widerstand war gross, als der Badener Stadtrat zu Beginn des Jahres bekannt gab, dass der Freemail-Dienst eingestellt wird. Die Kosten für die Nachfolgelösung wurden als zu hoch eingestuft. Zudem sei es auch heikel, wenn Privatpersonen mit dem fast offiziell anmutenden @baden.ch im Internet illegale Dinge tun würden, hiess es damals bei der Stadt.

Die rund 2000 Email-Kunden würden sich mit dem Adresszusatz mit der eigenen Stadt identifizieren, das sei wünschenswert, sagten wiederum die Befürworter. Aber der Entscheid ist definitiv. «Im Laufe des Tages werden am 30. September die Mailadressen eingestellt und die Daten gelöscht», heisst es beim Infomatikdienst der Stadt auf Anfrage von Radio SRF.

Nach 14 Jahren sind Adressen im Stil von peter.muster@baden.ch also Geschichte. Bis März können die Nutzer die elektronische Post auf diese Adresse noch an eine neue Adresse umleiten lassen. Danach wird auch dieser Dienst eingestellt.