Nach Leck in AKW Beznau: Ensi verlangt weitere Analysen

Der Block 1 des AKW Beznau war Ende Juni für zwei Wochen wegen einer Reparatur abgeschaltet. Damals war im Rücklauf des primären Nebenkühlwassersystems ein Leck festgestellt worden. Die Aufsichtsbehörde ENSI legte nun ihren Bericht dazu vor und fordert weitere Massnahmen.

Die Analyse habe gezeigt, dass sich von einer Schweissnaht aus ein Riss in einer Rücklaufleitung gebildet habe, schreibt das Eidgenössische Nuklearsicherheitsinspektorat (ENSI) im Bericht, der am Montag veröffentlicht wurde.

Reaktorblock Beznau

Bildlegende: Die Aufsichtsbehörde ENSI fordert vom AKW Beznau nach einem Leck weitere Analysen bestimmter Kühlwasserleitungen. Keystone

Das Ereignis habe eine geringe Bedeutung für die Sicherheit gehabt. Bei der Reparatur sei ein Stück der Leitung ersetzt worden. Die Entleerungsleitung sei leicht versetzt neu montiert worden.

ENSI verlangt weitere Analysen

Hochfrequente Schwingungen waren gemäss Bericht die Hauptursache für die den Riss, wie das ENSI festhält. Als Konsequenz fordert es nun weitere Analysen bei ähnlich positionierten Leitungen im Kühlwasserkreislauf.

Das Leck war bei einem regulären Rundgang im Juni entdeckt worden. Nach Angaben des ENSI gelangte pro Stunde höchstens ein Liter Wasser aus dem Leck. Die Axpo nahm den Reaktor 1 noch am gleichen Tag für zwei Wochen vom Netz.