Nach Todesfall an Radsporttagen Gippingen: Radfahrer verhaftet

Am Samstag kam es beim Rennen in Böttstein zu einem Unfall bei dem ein Radfahrer getötet und drei weitere verletzt wurden. Noch am selben Abend liess der Staatsanwalt einen 50-jährigen Radsportler verhaften. Er ermittelt wegen eventualvorsätzlicher Tötung und sucht Zeugen, Fotos und Videos.

Velofahrer bei den Radsporttagen Gippingen

Bildlegende: Das traditionsreiche Volksradrennen beschäftigt die Staatsanwaltschaft. Sie sucht Aufnahmen des tödlichen Unfalls. zvg

Der Unfall ereignete sich am Samstag um 14.30 Uhr in Böttstein. Dabei stürzten insgesamt vier Fahrer, drei davon zogen sich mittelschwere Verletzungen zu. Einer der Fahrer erlitt schwere Kopfverletzungen. Er ist später im Spital verstorben.

Ist Verdächtiger schuld am Unfall?

Erste Zeugen-Einvernahmen und Untersuchungen vor Ort gaben Hinweise darauf, dass ein 50-jähriger Radfahrer aus der Region Zürich den Unfall verursacht haben könnte. «Wir haben Hinweise erhalten, dass es allenfalls zu einem Körperkontakt zwischen zwei Velofahrern gekommen ist. Nun müssen wir abklären, ob diese Berührung verantwortlich ist für den Unfall und damit den Tod des Velofahrers», erklärt Elisabeth Strebel, Sprecherin der Aargauer Staatsanwaltschaft, auf Anfrage von Radio SRF.

Präzedenzfall für Radsportrennen?

Gerangel an Radrennen sind keine Seltenheit. Die zentrale Frage in diesem Fall sei, wie der Körperkontakt genau ausgefallen ist, so Strebel weiter. Hat der 50-jährige Velofahrer den Sturz des anderen Sportlers bewusst in Kauf genommen? Um diese Frage zu beantworten sucht die Staatsanwaltschaft Zeugen, die zur Klärung des Unfallherganges beitragen können. Auch Fotos und Videos des Sturzes werden gesucht.

Der Mann wurde noch am Samstagabend verhaftet. Die Staatsanwaltschaft beantragt eine Untersuchungshaft für drei Monate, wegen Verdunkelungsgefahr. Weiter hat sie ein Strafverfahren wegen eventualvorsätzlicher Tötung, eventualiter fahrlässiger Tötung und schwerer Körperverletzung eröffnet.