Nathalie Schneitter «Ich vermisse den konstanten Adrenalinschub»

Die Solothurner Mountainbikerin Nathalie Schneitter gab auf Ende Saison ihren Rücktritt bekannt. Seit Anfang Oktober hat sie einen neuen Job begonnen - im Büro.

Nathalie Schneitter fährt in Siegerpose am Publikum vorbei

Bildlegende: Nathalie Schneiter an der für sie sehr wichtigen WM 2011 in Champery. Keystone

16 Jahren fuhr Nathalie Schneitter Mountainbike-Rennen auf Spitzenniveau. Einen Weltcup-Sieg konnte sie feiern (2010), wurde U23-Europameisterin sowie U23-Vizeweltmeisterin und 15. an den Olympischen Spielen im Jahr 2008.

In dieser Saison lief es der 30-jährigen Solothurnerin nicht wie gehofft. Unter anderem verpasste sie das grosse Ziel: die Qualifikation für die Olympischen Spiele in Rio. Darum machte sie sich Gedanken, wie es weitergehen soll. Für den endgültigen Entscheid liess sie sich zwei Monaten Zeit. «Der Wunsch nach etwas Neuem, war schliesslich ausschlaggebend», sagt Nathalie Schneitter.

«Dieser Job ist ein Glücksfall»

Sie fand eine Stelle in der Event-Organisation der Solothurner Bike-Days. Es liege ihr, Events zu organisieren. Dieser Job sei ein Glücksfall, erklärt Schneitter gegenüber dem Regionaljournal Aargau Solothurn von Radio SRF: «Da ich in der Bike-Branche tätig sein kann, dort wo ich mich sehr gut auskenne.»

An die Umstellung muss sich Nathalie Schneitter noch gewöhnen. Acht Stunden im Büro zu sitzen sei auch anstrengend. Am meisten vermisse sie die tägliche Dosis Abenteuer, sagt die Solothurnerin: «Der konstante Adrenalinschub, den ich als Mountainbikerin täglich hatte, fehlt mir ein bisschen.»

Auch jetzt nach ihrem Rücktritt will sie weiterhin Mountainbike fahren. Nun habe sie die Gelegenheit, auch solche Rennen zu fahren, die sie früher nicht bestreiten konnte.