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Aargau Solothurn Neue Asylunterkunft in Biberist

Der Kanton Solothurn eröffnet am Donnerstag in der Zivilschutzanlage Grüngen eine neue Unterkunft für Asylsuchende. Der Kanton bezeichnet die Zivilschutzanlage als «Überlaufreserve». Die bestehenden Zentren sind bis zu 120% überbelegt. Die 30 neuen Plätze in Biberist sollen etwas Entlastung bringen.

Zimmer in Asylunterkunft
Legende: In der Zivilschutzanlage in Biberist sollen vorerst 30 Asylsuchende untergebracht werden (Symbolbild). SRF

Der Kanton Solothurn hatte die Zivilschutzanlage in Biberist bereits 2012 vertraglich reserviert. Jetzt, da die Zahl der Asylsuchenden stetig steigt und die vorhanden Unterkünfte bereits überbelegt sind, nimmt er die Anlage in Betrieb.

Vorerst sollen dort 30 Personen, primär alleinreisende Männer, untergebracht werden. Familien, Frauen und Kinder will man, wenn immer möglich, in Strukturen mit Tageslicht einquartieren. Plätze «untertags» sollen grundsätzlich die Ausnahme bleiben.

Es fehlen weiterhin 80 bis 120 Plätze

Mit der zusätzlichen Unterkunft in Biberist könne der akute Unterbringungsengpass beseitigt werden, sagt David Kummer vom Amt für für Soziale Sicherheit gegenüber Radio SRF. Dem Kanton Solothurn fehlen aber weiterhin 80 bis 120 Plätze.

Entspannung bringen würde die ehemalige Klinik Fridau bei Egerkingen. Nachdem die Baukommission der Gemeinde das Baugesuch des kantonalen Amtes für soziale Sicherheit (ASO) abgewiesen hat, liegt der Ball in Form einer Beschwerde nun beim Verwaltungsgericht. Ein Urteil ist nicht vor Ende August zu erwarten.

Dem Kanton Solothurn werden gemäss dem interkantonalen Verteilschlüssel 3,5 Prozent der asylsuchenden Personen zugewiesen. In den ersten sechs Monaten dieses Jahres wurden 380 Personen zugeteilt, davon allein 100 Personen im Juni. Bis Ende Jahr rechnet das ASO mit 900 bis 1'000 Personen. Rund die Hälfte davon wird an die Gemeinden weiterveiteilt.

1 Kommentar

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  • Kommentar von M. Müller, Zofingen
    Oh gibt das nicht Probleme gibt? ist doch für Asylsuchende Menschenverachtend sie in Zivilschutzanlagen unterirdisch zu paltzieren. Dann noch so weit von der Stadt weg. Schickt Sie weiter nach Aarburg in den Aargau dort bekommen sie ein perfekte Mehrfamilienhaus Wohnung welche Kosovoalbanischen Gebrüdern gehört und vom Kanton bezahlt werden, unter anderem auch von mir als Steuerzahler.
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