Neue Polizeien in Olten und Baden

Am 1. Januar übernimmt in Olten die Solothurner Kantonspolizei die Aufgaben der Stadtpolizei, welche abgeschafft wird. In der Region Baden geht die Regionalpolizei Aare-Limmat-Reuss in der Stadtpolizei auf. An beiden Orten soll die Bevölkerung wenig davon bemerken, abgesehen von neuen Uniformen.

Wegweiser zur Regionalpolizei

Bildlegende: In der Region Baden verschwindet die Regionalpolizei, in Olten die Stadtpolizei. (Symbolbild) SRF

Ab 1. Januar 2016 ist die Stadtpolizei Olten Geschichte. Sie geht in der Kantonspolizei Solothurn auf. Weil sich die Stadt Olten kein eigenes Polizeikorps mehr leisten will oder kann, wurde die Schliessung beschlossen.

Die offensichtlichste Änderung seien andere Uniformen und die neue Bemalung der Polizeiautos, sagt der noch amtierende Stapo-Kommandant Daniel Bürki. Sonst solle die Bevölkerung aber nicht viel von der Umstellung merken.

Notrufsäule der Polizei mit den Logos der Solthurner Kantonspolizei und der Stadtpolizei Olten

Bildlegende: Gehen ab 2016 zusammen weiter: Kantonspolizei Solothurn und Stadtpolizei Olten SRF

Wer im neuen Jahr zum Beispiel die bisherige Telefonnummer der Stadtpolizei wählt, wird auf die Nummer der Kantonspolizei umgeleitet. Für die Bevölkerung soll der Wechsel keine Auswirkungen haben, so Bürki. Auch der bisherige Posten der Stapo im Stadthaus besteht weiter.

Von den bisher 30 Oltner Stadtpolizisten wechseln 20 zur Solothurner Kantonspolizei. Man kennt sich bereits ein wenig: Bisher gab es schon gemeinsame Patrouillen.

Laut Kommandant Bürki ist der Wechsel aber vor allem für langjährige Mitarbeiter nicht einfach. Und auch bei der Stadt müsse man sich an die künftig wohl längeren Wege gewöhnen, wenn es um die Kommunikation mit der Polizei geht.

Repol Aare-Limmat-Reuss verschwindet

Auch in der Region Baden gibt es ab 2016 eine Polizeiorganisation weniger: Die Regionalpolizei Aare-Limmat-Reuss LAR fusioniert mit der Stadtpolizei Baden. Auch hier ist der Grund für den Zusammenschluss finanzieller Natur.

Auf die Gemeinden Gebenstorf, Turgi, Untersiggenthal und Würenlingen wären Mehrausgaben von einer halben Million Franken pro Jahr zugekommen. Dies, weil ihre Regionalpolizei den Personalbestand hätte erhöhen müssen. Deswegen haben sich die Gemeinden entschlossen ihre Repol (LAR) in die Badener Stadtpolizei zu integrieren.

Für die Bevölkerung in den vier betroffenen Gemeinden solle sich nichts ändern, so der Badener Gemeinderat und Polizeivorsteher Matthias Gotter. Der bisherige Posten der LAR in Untersiggenthal bleibe bestehen, es gebe durch die Zusammenarbeit sogar mehr Polizeipatrouillen in der Region.

Die offensichtlichste Anpassung werde der Wechsel der Uniformen sein. Aus finanziellen Überlegungen geschieht dieser aber laut Gotter fliessend und nicht vom einen auf den anderen Tag.

Änderungen gibt es für die bisherigen Regionalpolizisten. In der Stadtpolizei Baden können sie kleinere Ermittlungen in eigener Kompetenz führen. Eine Aufgabe, die sie bisher an die Aargauer Kantonspolizei abgeben mussten.