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Aargau Solothurn Neue Verkehrsregeln am Solothurner Hausberg

Seit zwei Jahren fährt die neue Gondelibahn auf den Weissenstein. Für die Autofahrer heisst dies unter anderem: An Sonn- und Feiertagen dürfen sie nicht mit dem Auto auf den Berg. Nun will der Kanton allerdings ein paar Ausnahmen einführen.

Verkehrsschild mit dem Titel "Weissenstein" und etlichen Verboten darunter
Legende: Wer wann auf den Weissenstein fahren darf, soll neu geregelt werden. Aber nur ein bisschen, sagt der Kanton. SRF / Jaggi Marco

An den Grundsätzen werde festgehalten, betonte Bernhard Staub, Chef Amt für Raumplanung, am Dienstag an einem Informationsabend in Oberdorf. Und auch Oberdorfs Gemeindepräsident Patrick Schlatter sprach lediglich von «Feinjustierungen» am bestehenden Nutzungsplan Weissenstein.

So gilt auch weiterhin an Sonn- und Feiertagen ein Fahrverbot von 9 bis 16 Uhr. Ebensowenig wird die Anzahl Parkplätze geändert. Es bleibt bei den 110 Parkplätzen auf dem Berg und den 395 bei der Talstation der Gondelibahn in Oberdorf.

Das soll geändert werden:

  • Hotelgäste, die am Samstag mit dem Auto auf den Berg fahren, sollen am Sonntag ausschlafen dürfen und dank einer Ausnahmebewilligung erst nach 9 Uhr wieder ins Tal fahren können.
  • Falls die Gondelibahn an einem Sonntag wegen eines Sturms oder eines Defekts nicht fahren kann, soll der Betriebsleiter ermächtigt werden, das Fahrverbot aufzuheben. Dann könnten die Autofahrer ausnahmsweise doch auf den Berg fahren.
  • Während der Wintersperre der Passstrasse soll die Polizei für Hotel-Angestellte und Gütertransporte Ausnahmebewilligungen erteilen dürfen. Aber nur auf der Südseite und unter Berücksichtigung der Öffnungszeiten der Schlittelbahn.
  • Das Hotel Kurhaus Weissenstein muss seinen Gästen künftig die Benützung der Gondelibahn empfehlen und sie darauf hinweisen, dass es auf dem Berg nur wenige Parkplätze gibt.
  • Bei den Parkplätzen unterhalb des Kurhauses soll Platz für bis zu 12 Meter lange Busse geschaffen werden. Die Anzahl PW-Parkplätze bleibt unverändert.
  • Um dem Kurhaus den Bau eines Kinderspielplatzes zu ermöglichen soll die Freizeitzone erweitert werden.
  • Für das Bewilligen von Grossanlässen wie dem Weissenstein-Schwinget oder dem Uhuru-Musikfestival soll neu die Gemeinde Oberdorf zuständig sein. Sie kann in diesen Fällen auch Ausnahmen vom Parkierungsreglement erlauben, damit zum Beispiel die Schwingfest-Besucher auf dem Feld parkieren dürfen.

Zum Wohle des Kurhauses

Bis zum 10. Oktober können beim Solothurner Amt für Raumplanung Anregungen eingereicht werden. Vom 24. Oktober bis 23. November sollen die Änderungen am Nutzungsplan Weissenstein dann öffentlich aufgelegt werden. In dieser Zeit ist es möglich, Einsprache gegen die Änderungen zu machen.

Bei den am Informationsabend anwesenden Oberdörfern kamen die Änderungen grundsätzlich gut an. «Sie sind moderat und ermöglichen, dass das Kurhaus saniert werden kann», meinte etwa Rudolf Schluep.

Das Problem mit den nebligen Sonntagen

ja
Legende: Trotz 395 Parkplätzen kann es an Spitzentagen zum Verkehrschaos kommen. Oberdorf will, dass diesbezüglich etwas geht. SRF

Sauer stösst einigen Einheimischen nach wie vor die Verkehrssituation an Spitzentagen auf. Wenn an einem Sonntag das Mittelland im Nebel versinkt und auf dem Berg die Sonne scheint, kann es in Oberdorf zum Verkehrskollaps kommen, weil die Parkplätze dann nicht mehr ausreichen.

Für solche Fälle wären Überlaufparkplätze nötig und eigentlich laut Weissenstein-Konzept auch vorgesehen. Nur wurden sie bislang nicht realisiert. Laut Gemeindepräsident Patrick Schlatter ist es die Aufgabe der Seilbahn-Betreiber, bald solche Überlaufparkplätze zu benennen und die Verkehrsregelung an Spitzentagen sicherzustellen. Der Gemeinderat hat den Seilbahn-Betreibern soeben eine Frist bis in einem Jahr gesetzt, um ein entsprechendes Konzept vorzulegen.

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1 Kommentar

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  • Kommentar von Rolf Bolliger (robo)
    Eigentlich müsste die neu gebaute, moderne und teure Gondelbahn Oberdorf-Weissenstein, dazu führen, ein totales Fahrverbot auf der schmalen Strasse auf den Solothurner Hausberg zu verhängen! Wie es zu vermuten war und ist, befielt auch hier "das Geld"! "Man" sieht nie genug und hofft, auch bei starkem Wind (wenn die Bahn nicht fahren könnte) möglichst eine "volle Bude" im Restaurant und Hotel zu haben! Schade, aber leider harte Realität!
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