Neuenhof genehmigt umstrittenen Steuerfuss

Mit 181 zu 36 Stimmen hat die Gemeindeversammlung von Neuenhof das Budget 2013 doch noch genehmigt. Im November lehnte die Gemeindeversammlung eine Steuerfusserhöhung auf 115 Prozent noch ab. Eine Mehrheit wollte den alten Steuerfuss von 98 Prozent beibehalten.

Vogelperspektive über die verschneite Region Baden Wettingen Neuenhof

Bildlegende: Neuenhof (im unteren Bildbereich) sagt Ja zu höheren Steuern. Keystone

Die finanzschwache Gemeinde Neuenhof reduzierte den Steuerfuss vor zwei Jahren auf 98 Prozent, um attraktiver für gute Steuerzahler zu werden. Diese Strategie finanziert die Gemeinde jedoch jährlich mit 3 Millionen Franken aus ihrem Eigenkapital.

Entspannung dank Steuerfusserhöhung

Durch die «Vorwärts-Strategie» der Gemeinde wurde die finanzielle Situation der Gemeinde noch schwieriger. «Die Banken wollten uns keine Kredite mehr geben», sagte Frau Gemeindeammann Susanne Schläpfer. Dank der Steuerfusserhöhung kann die Gemeinde nun länger aus ihrem Eigenkapital schöpfen.

Strategie war trotzdem richtig

«Wir bereuen nicht, dass wir unserer massiven Steuerfusssenkung vor zwei Jahren ein Zeichen gesetzt hatten», erklärte Susanne Schläpfer. Man habe dem Kanton klar gemacht, dass der  Finanz- und Lastenausgleich angepasst werden müsse.