Neuer Dirigent für alle Aargauer Konzerte

Im Aargau gibt es viele Konzertveranstaltungen. Immer wieder kommt es dabei zu Termin-Überschneidungen. Dem will nun der Verein «Konzert-Raum Aargau» entgegenwirken. Mit einer neuen Internet-Plattform sollen die oft überforderten Veranstalter entlastet und das Publikum optimal informiert werden.

Screenshot Homepage

Bildlegende: Auf der Internetplattform Konzert-Raum Aargau sollen die Besucher noch einfacher Konzerte nach ihrem Geschmack finden. ZVG

Nicht nur die kleinen Konzertveranstalter geraten mit der Planung, Koordination und Werbung für ihre Darbietungen regelmässig an ihre Grenzen. Auch das grosse Orchester im Kanton, das Argovia Philharmonics, sei bis vor kurzem überfordert gewesen, erklärt Geschäftsführer Christian Weidmann im Gespräch mit dem Regionaljournal Aargau Solothurn von Radio SRF:

«Es gibt eine solche Menge Dinge zu organisieren und so viele Dokumente auf dem Computer, die nicht miteinander verknüpft sind, da können wir alle eine Effizienz-Steigerung brauchen».

Software als Dirigent

Aargovia Philharmonics arbeitet daher seit Dezember mit einer eigenen Software, die nun bereits von anderen Orchestern übernommen wird. Während andere Berufe längst Software-Lösungen für ihre Bedürfnisse kennen, sei dies für den Kulturbereich ein Novum. Von der neuen Software sollen nun auch alle anderen Konzertveranstalter im Kanton profitieren können.

Sie müssen dazu Mitglied im Verein Konzert-Raum Aargau werden und können dann ihre Veranstaltungen über die Internetplattform planen, sich untereinander austauschen und über die Plattform auch gleich Werbung für ihr Konzert machen. Die Plattform richtet sich nämlich auch an das Publikum. Mit wenigen Klicks sollen sie Veranstaltungen nach Ort, Komponist oder Datum suchen können.

Macher sind optimistisch

Als Konkurrenz für bestehende Produkte wie das Kulturmagazin «Juli» sieht sich der neue Verein «Konzert-Raum Aargau» nicht. Man setze auf eine Zusammenarbeit.

Weidmann glaubt an den Erfolg der neuen Plattform. Dies obwohl ähnliche Projekte früher bereits gescheitert sind. Die Internet-Lösung sei günstig und benutzerfreundlich und werde sich daher durchsetzen.

Die Plattform soll noch im Oktober stückweise ihren Betrieb aufnehmen und dann Anfang 2015 richtig starten.