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Neues Möbelhaus in Rothrist Ein Grosser als Chance für die Kleinen?

Eine grosse Möbelkette eröffnet einen Standort an der Autobahn im Aargau. Ist das nur Konkurrenz oder auch eine Chance?

Ein Bett und Schränke im Ausstellungsraum eine Möbelhauses.
Legende: Bringen die Österreicher nur Konkurrenz oder neue Kunden? (Symbolbild) Keystone

Im Frühling 2018 eröffnet der österreichische Möbelgrosshändler XXXLutz im aargauischen Rothrist seine erste Schweizer Filiale. Eine Verkaufsfläche in der Grösse von zwei Fussballfeldern hat das Unternehmen gemietet, an der Autobahn, direkt neben Möbel Hubacher. Laut der Sendung «Heute Morgen» von Radio SRF werden in nächster Zeit über 150 Mitarbeitende angestellt.

Der neue Player auf dem Schweizer Markt mache das Leben der bisherigen Möbelhändler nicht einfacher, so ein Mitglied des Branchenverbands «Möbel Schweiz» in der Sendung.

Gut für das Schweizer «Möbel-Mekka»

Ähnliche Befürchtungen hegen mehrere regionale Möbelhändler. Die grossen Konkurrenten machten mit ihrem Preiskampf den Markt kaputt, heisst es bei den Händlern auf Anfrage. Finanzielle Reserven erlaubten es den Grossen, Marktanteile mit günstigen Angeboten «zu kaufen». Ein Wettkampf, den die Kleinen von Anfang an verloren hätten.

Ein Bett und Schränke im Ausstellungsraum eine Möbelhauses.
Legende: Bringen die Österreicher nur Konkurrenz oder neue Kunden? (Symbolbild) Keystone

Nicht alle angefragten Möbelhändler sehen in XXXLutz aber eine Gefahr für das eigene Geschäft. Yann Peter von Möbel Peter in Zofingen hofft, dass das zusätzliche Angebot weitere Kunden bringt – auch für kleinere Geschäfte. Die Region sei bereits heute das «Möbel-Mekka» der Schweiz – initiiert durch Möbel Hubacher in Rohrist. Viele seiner Kunden stammten aus der ganzen Schweiz, sie reisten mit dem Auto von weit her an, um Möbel zu kaufen.

Ein anderer regionaler Möbelhändler teilt diese Hoffnung noch nicht. Den österreichischen Grossisten sieht er aber nicht als Gefahr. XXXLutz biete Möbel an, die vergleichbar mit der Qualität von Möbel Pfister seien. Er und weitere kleinere Händler bedienten dagegen eher ein gehobeneres Segment.

Und die Anwesenheit des neuen Konkurrenten in der Schweiz habe auch ihr Gutes: Das Unternehmen müsse hier Schweizer Löhne bezahlen. Zudem würden die Kunden nicht mehr ins Ausland fahren, um ihre Möbel zu kaufen.

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