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Norovirus in Hägendorf Das Seniorenzentrum Untergäu ist geschlossen

Wegen eines Norovirus müssen die Bewohner des Seniorenzentrums Untergäu bis Ende Woche in ihren Zimmern bleiben.

Gehhilfen in einem Gang
Legende: Zimmerarrest wegen Norovirus im Seniorenzentrum. Keystone

Starker Durchfall, starkes Erbrechen: Das sind die Auswirkungen des Norovirus auf den Menschen. Im Seniorenzentrum Untergäu in Hägendorf (SO) sind derzeit etwa 15 Leute am Norovirus erkrankt. Sowohl Bewohnerinnen und Bewohner wie auch Leute vom Pflegepersonal hat der Virus erwischt.

Pensionäre, Angehörigen, Mitarbeitenden, der Kantonsarzt und die Heimärzte seien durch den Zentrumsleiter und den Arzt umgehend orientiert worden, heisst es in der Mitteilung des Zentrums. Das Seniorenzentrum und die Cafeteria bleiben voraussichtlich bis Ende Woche geschlossen. Alle Pensionärinnen und Pensionäre müssen vorläufig in ihren Zimmern bleiben und dürfen bis auf Weiteres keine Besucher empfangen.

Man habe sämtlichen möglichen Massnahmen für eine Eindämmung der Krankheit getroffen, so Zentrumsleiter Ralph Wicki gegenüber SRF. «Ich denke wir haben das Schlimmste überstanden.» Vielen Leuten, die sich übers Wochenende angesteckt hätten, ginge es jetzt bereits wieder besser. Allerdings sei der Virus in der Zwischenzeit bei neuen Personen ausgebrochen. Das Norovirus bricht meist innert 12 bis 48 Stunden nach der Ansteckung aus.

«Kaum zu verhindern»

Noroviren treten üblicherweise in den Wintermonaten auf, in Institutionen mit grossen Menschenansammlungen, erklärt der Solothurner Kantonsarzt Lukas Fenner auf Anfrage. Also in Altersheimen, Spitälern oder Kasernen. Mit mangelnder Hygiene habe das nichts zu tun. Denn der Norovirus sei sehr ansteckend. «10 bis 100 Partikel können bereits ausreichen, um eine Infektion auszulösen», so Fenner. In Altersheimen gebe es sehr viel Bewegung, sehr viele Leute die ein- und ausgehen. «Da lässt es sich kaum verhindern, dass einmal ein Norovirus eingeschleppt werden kann.»

Im Seniorenzentrum Untergäu in Hägendorf ist das Zuhause von knapp 70 Bewohnerinnen und Bewohnern und der Arbeitsplatz für knapp 100 Mitarbeitende.

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