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Aargau Solothurn Novum: Wasserstoff aus erneuerbarem Strom ins Gasnetz eingespeist

Das gab es noch nie in der Schweiz: Am Freitag ist in Zuchwil SO erstmals Wasserstoff aus erneuerbarem Strom ins Gasnetz eingespeist worden. Verantwortlich dafür war das Hybridwerk der Regio Energie Solothurn.

Legende: Video «Wie man Gas aus Strom gewinnt» abspielen. Laufzeit 2:25 Minuten.
Aus Tagesschau vom 09.04.2016.

Das Hybridwerk war im Frühling 2015 nach zweijähriger Bauzeit in Betrieb genommen worden. In dieser Anlage werden seither mit Strom, Gas und Fernwärme betriebene Energienetze miteinander verbunden. Die Wasserstoffeinspeisung erfolgt über mehrere Schritte. Zunächst wird mit dem Verfahren der Elektrolyse Wasserstoff erzeugt. Dies geschieht, indem Strom ins Wasser geleitet wird. Damit teilt sich das Wasser in Wasserstoff und Sauerstoff auf.

Im Solothurner Hybridwerk wird dazu eine moderne Technologie mit sogenannten Protonen-Austausch-Membranen (PEM) eingesetzt. Der produzierte Wasserstoff wird in Tanks zwischengespeichert und danach dosiert ins Erdgasnetz eingeleitet.

Durch eine gemeinsam mit der Hochschule für Technik in Rapperswil SG optimierte Düse wird die rasche Vermischung der Gase im Gasstrom sichergestellt. Die Wasserstoffkonzentration im Erdgasnetz darf gemäss der Regio Energie Solothurn maximal 2 Prozent betragen.

2 Kommentare

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  • Kommentar von Christian Mueller (Christian Mueller)
    Kann mir eigentlich irgend jemand endlich mal erklären, weshalb man nicht mit den Offshore Windanlagen Strom und dann gleich Wasserstoff erzeugt. Dieses Gas kann man dann im bestehenden Gasnetz überall hin transferieren und da verbrennen (Strom erzeugen oder heizen). Man kann das Gas sogar speichern. Und als Rest bleibt ja dann eh nur Wasser übrig, welches man zum Waschen nutzen könnte, oder Trinken. Wieso wird das nicht gemacht?
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    1. Antwort von Alex Kramer (Kaspar)
      Elektrische Energie lässt sich mit weniger Verlusten transportieren als in Gasform zerlegt. Wasser aus einer Elektrolyse-Zerlegung beinhaltet keinerlei Mineralsalze. Wenn Sie eine Zeit lang demineralisiertes oder destilliertes Wasser trinken, entsalzen Sie den Körper und irgendwann mal können Sie kein Wasser mehr speichern und trocknen aus. Wenn Sie's zu weit trieben winkt der Sensenmann. Der Zweck isotonischer Getränke beim Sport ist es ja genau, den Salzhaushalt im Lot zu halten.
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