Oberentfelden ist die Hochburg des Aargauer Faustball-Sports

Die erste Mannschaft des Faustballvereins Oberentfelden spielt in der Nationalliga A, und das sehr erfolgreich. In den letzten Jahren konnte das Aargauer Team immer im Kampf um Titel im Cup und der Hallen- und Feldmeisterschaften mitreden. Diese Saison sieht es aber nicht optimal aus.

Faustballer schlägt den Ball

Bildlegende: Die Faust geballt: Am Wochenende konnten die Spieler des STV Oberentfelden einen 3:0-Sieg gegen Rüti feiern. zVg

Zumindest in der Feldsaison sind die Faustballer von Oberentfelden nicht auf der Höhe ihrer gewohnten Stärke. Momentan resultieren nach 12 Spielen nur ebenso wenige Punkte. Die Aargauer stehen vier Spiele vor Saisonschluss auf dem vierten Rang.

Kein Aargauer Feldschweizermeister

Das NLA-Team aus Oberentfelden ist aktueller Hallenschweizermeister. In der Feldmeisterschaft ist dieser Zug aber abgefahren. Das bestmögliche Ergebnis wäre der dritte Platz in der Feldmeisterschaft. Der schlechte Saisonstart fiel ins Gewicht.

«Durch den Rücktritt von Dominik Gugerli haben wir einen routinierten Spieler verloren, der uns mit seiner Erfahrung gefehlt hat. Aber dies gehört auch zum Lernprozess der jungen Spieler, dass nicht immer alles aufgeht», sagt Trainer Christian Zbinden im Interview mit dem Regionaljournal Aargau Solothurn von Radio SRF.

Junge Spieler wiederlegen Klischee

Die Erfahrung müssen sich die aktuellen Spieler von Oberentfelden erst aneignen. Dafür räumen sie aber mit dem altbekannten Klischee auf, Faustball sei nur etwas für alte Männer. Die ältesten Spieler im Team der Oberentfelder sind gerade mal 24 Jahre jung.

«Um Faustball auf diesem Niveau zu spielen, braucht es intensives Training. Unsere Spieler sind toptrainierte Athleten. Nur so haben wir eine Chance mitzuhalten», erklärt Christian Zbinden.

Europameisterschaft in Olten

Auch in Olten ist Faustball Trumpf. Ende August kommt es an der Europameisterschaft zum Kräftemessen internationaler Top-Teams. Eine weitere Bestätigung, dass Faustball längst nicht mehr nur in den Männerriegen gespielt wird, sondern in den letzten Jahren eine professionelle Entwicklung durchgemacht hat.